Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Segnungsgottesdienst für Krebserkrankte und Angehörige in Dresden
26 Jan. 2026
DRESDEN - Eine Krebsdiagnose verändert das Leben – für Erkrankte wie für ihre Angehörigen. Sie bringt Ängste, Schmerzen und Erschöpfung, aber auch Fragen ohne schnelle Antworten. Gleichzeitig wächst die Sehnsucht nach Halt und Genesung. Anlässlich des Weltkrebstages lädt das Kirchspiel Dresden West am 1. Februar 2026 herzlich zu einem Segnungsgottesdienst in die Hoffnungskirche Dresden ein.
Besonders ist an diesem Gottesdienst: Alle Mitwirkenden im Team sind selbst von einer Krebserkrankung betroffen – als Erkrankte oder als nahe Angehörige. Ihre Erfahrungen fließen spürbar in die Gestaltung ein. Pfarrerin Konstanze Eymann hat das Team bereits zum dritten Mal für diesen Anlass neu zusammengestellt. So entsteht ein Gottesdienst, der aus dem Leben spricht und zeigt, dass Betroffene nicht allein sind. Mit Texten und Musik möchte das Team einen Raum eröffnen – zum Innehalten, Kraftschöpfen und Mitbeten – ob Klage, Bitte oder Dank, je nachdem, was das eigene Herz gerade braucht.
Die Predigt geht in diesem Jahr der Frage nach, was in einer solchen Zeit hilft, sich innerlich aufzurichten: Was gibt Halt, wenn alles unsicher erscheint? Welche Kraftquellen tragen durch Krankheit, Behandlung und Ungewissheit? Welche Haltung lässt Hoffnung wachsen, auch wenn sie manchmal schwankt?
Wie in den vergangenen Jahren wird auch die Predigt gemeinsam gestaltet. Pfarrerin Konstanze Eymann predigt zusammen mit Dr. Christa-Maria Hempel, Fachärztin für Neurologie und Palliativmedizin, langjährige Mitarbeiterin im Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), Brückenteam am Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden, sowie mit dem ehemaligen Richter Christoph Wittestein.
Die verschiedenen Perspektiven von Ärztin, Theologin und Erkranktem verbinden sich so zu einem vielstimmigen Zeugnis.
Außerdem besteht die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen – für Menschen mit einer Krebserkrankung ebenso wie für ihre Angehörigen, die oft selbst viel mittragen. Der Eintritt ist frei, und willkommen ist jede und jeder – ganz gleich, wie nah jemand Kirche oder Glauben steht. Alles ist freiwillig: Wer möchte, darf einfach da sein – sitzen, zuschauen, zuhören, sich selbst oder Gottes Geist nachspüren. Ganz so, wie es Ihnen in diesem Moment guttut.
Sonntag, 1. Februar 2026, um 10:00 Uhr
Hoffnungskirche Dresden, Clara-Zetkin-Straße 30
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Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.