Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Schulzentrum erweitert Inklusionsangebote
14 Aug. 2018
Leipziger Schullandschaft um ein integratives Angebot reicher
LEIPZIG - Im Werner-Vogel-Schulzentrum wird am 17. August eine integrative Grundschule und ein integrative Hort gegründet. Damit geht das Schulzentrum einen weiteren Schritt in Richtung Inklusion. In dieser Schule werden Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam in einer Klasse nach unterschiedlichen Lehrplänen lernen.
Die Eröffnung und Einweihung findet am Freitag ab 10:00 Uhr im Schulzentrum statt. In der ersten Klasse werden 15 Grundschüler und Grundschülerinnen und vier Schüler und Schülerinnen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung gemeinsam beschult. Bis zum Schuljahr 2021/22 erweitert sich die Grundschule auf vier integrative Klassen.
Der Einweihungstag beginnt am Freitag um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst zum Schuljahresbeginn des Werner-Vogel-Schulzentrums in der Aula des Ostwald-Gymnasiums (Willi-Bredel-Straße 15). Die Eröffnung der neuen Schule erfolgt um 11:00 Uhr durch Missionsdirektor Christian Kreusel in der Turnhalle des Werner-Vogel-Schulzentrums (Hans-Marchwitza-Str. 12).
Nach einem Grußwort von Dr. Nicolas Tsapos, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Bildung, erfolgt eine Präsentation des Architekten zum Neubau bevor um 12:00 Uhr ein Buffet mit Musik der Straßenmusikband „The Coins“ eröffnet wird.
Die Werner-Vogel-Schule ist eine seit 27 Jahren bestehende Schule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, die sich mit dem Schuljahr 2018/19 um eine integrative Grundschule mit Hort erweitert und damit zum Schulzentrum wird. Die Grundschule gibt Kindern mit und ohne Förderbedarf die Möglichkeit des gemeinsamen Lernens nach unterschiedlichen Lehrplänen.
Um eine größtmögliche Differenzierung zu erreichen, hat jede Klasse zwei Klassenlehrer/innen und eine/n Pädagogische/n Mitarbeiter/in und es wird nach reformpädagogischen Methoden, u.a. von Montessori und aus dem Jenaplan, unterrichtet. Als diakonische Einrichtung folgt das Werner-Vogel-Schulzentrum dem christlichen Leitbild der Nächstenliebe.
Im Mittelpunkt steht der Dienst am Kind nach seinen individuellen Möglichkeiten. Die Grundschule wird einzügig und im Verlauf von vier Jahren schrittweise aufgebaut. Mit dem Schuljahr 2020/21 (Klasse 3) kommt ein Neubau neben dem bestehenden Schulgebäude hinzu. Die beiden Schuljahre bis dahin werden im bestehenden Schulgebäude realisiert.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.