Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Schulen erhalten Qualitätssiegel seitens des Freistaates
22 Nov. 2020
Gezielte Nutzung regionaler Angebote zur Beruflichen Orientierung
DRESDEN - Neun Schulen erhalten in diesem Jahr das »Qualitätssiegel für Berufliche Orientierung«. „Die Siegelschulen begleiten ihre Schüler in vorbildlicher Weise auf dem Weg ins Berufsleben“, so Kultusminister Christian Piwarz. Neben einer Urkunde und der Siegelplakette erhalten die Preisträger auch eine Prämie von 1.000 Euro. Unter den drei neuzertifizierten Schulen ist die Oberschule der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge Annaberg-Buchholz sowie unter den rezertifizierten die Evangelische Oberschule "Erhard und Rudolf Mauersberger" in Großrückerswalde mit dabei.
Im 14. Jahr der Vergabe des Qualitätssiegels für Berufliche Orientierung konnten neun Schulen unter Beweis stellen, dass sie nicht nur gute, sondern herausragende Arbeit in diesem wichtigen Aufgabenbereich von Schule leisten. Darunter sind sechs Oberschulen, zwei Förderschulen und ein Gymnasium. Diese Exzellenzauszeichnung tragen nun 52 Schulen in Sachsen (36 Oberschulen, 11 Förderschulen, 5 Gymnasien). Das Siegel ist vier Jahre gültig.
Im letzten Geltungsjahr können sich die Schulen der Rezertifizierung stellen. „Ganz besonders sind die Schulen zu würdigen, die langjährig eine hervorragende berufliche Orientierung leisten und die Rezertifizierung ihres Siegels erreicht haben“, erklärte Piwarz. Mit Blick auf die aktuelle Lage machte der Minister auf die besonderen Herausforderungen durch Corona aufmerksam. Es sei wichtig, neue Wege zu gehen, um Berufsorientierung auch in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich für die Schüler umzusetzen.
Ein solides Konzept zur Beruflichen Orientierung, Praxistage und Praktika, fächerverbindender Unterricht in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Ganztagsangebote für ein breites Interessenspektrum, die gezielte Nutzung regionaler Angebote zur Beruflichen Orientierung – das z. B. sind Charakteristika von Siegelschulen. Der Kultusminister betont, dass eine gute und frühe Vorbereitung der Schüler auf Ausbildung und Beruf ohne Unterstützung aus der Wirtschaft und von Eltern nicht möglich wäre.
Die feierliche Siegelverleihung im Rahmen der Jahrestagung zur Beruflichen Orientierung kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Die Schulen erhalten die Auszeichnung auf dem Postweg.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.