Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sächsische Landeskirche und Diakonie rufen zu Spenden für Haiti auf


19 Aug. 2021

Landeskirche stellt 10.000 Euro zur Verfügung und Diakonie Katastrophenhilfe baut Einsatz aus

DRESDEN / RADEBEUL – Die sächsische Landeskirche und die Diakonie rufen gemeinsam zu Spenden für das von einem Erdbeben und Wirbelsturm schwer getroffenen Haiti auf. Mit dem Geld soll die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt werden. Die sächsische Landeskirche steuert dafür aus ihrem Fonds Katastrophenhilfe 10.000 Euro bei.

Der Ökumene-Referent, Oberkirchenrat Friedemann Oehme, sagt dazu: „Momentan ist die Lage in der Welt so dramatisch, dass in vielen Krisenregionen Hilfe bitter nötig ist. Sinnvoll ist die Unterstützung aber vor allem da, wo bereits Kontakte bestehen und die Hilfe die betroffenen Menschen konkret erreicht. Da die Diakonie Katastrophenhilfe in Haiti bereits mit Helfern vor Ort ist und diese Arbeit nun ausbaut, unterstützen wir diese Arbeit als Landeskirche gezielt.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre Soforthilfe für die vom Erdbeben und Hurrikan Betroffenen bereits gestartet. „Wir sind schockiert über das immense Ausmaß des Erdbebens und werden alles tun, um den Menschen in Haiti in dieser schweren Zeit beizustehen“, sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. Da die Arbeit in dem Inselstaat ein Schwerpunkt des Hilfswerks in der Region ist, konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert werden. „Über unsere langjährigen Partner konnten wir sofort mit den ersten Verteilungen beginnen. Dafür stellen wir in einem ersten Schritt 200.000 Euro bereit. Die Menschen brauchen nun vor allem sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf“, sagt Pruin. „Damit wir auch langfristig beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Geschäfte helfen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen.“

Haiti wird aufgrund seiner geographischen Lage immer wieder von schweren Naturkatastrophen getroffen. Daher unterhält die Diakonie Katastrophenhilfe – gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen – ein Büro und Warenlager im Land. So konnte das evangelische Hilfswerk jetzt auch besonders schnell auf die Katastrophe reagieren. „Unser Büro in Port-au-Prince ist nicht betroffen und kann die Hilfe in den kommenden Tagen und Wochen koordinieren“, sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Unsere Hilfsprojekte im Land sind so angelegt, dass sie Möglichkeiten für Soforthilfe bieten. Wir haben Waren vor Ort und werden zügig weitere Hilfsgüter einkaufen. Dort, wo es möglich ist, verteilen wir Bargeld an die Menschen, damit sie die größte Not der kommenden Tage überstehen.“

„Neben Wasserfiltern und Hygiene-Artikeln werden wir deshalb auch Material für provisorische Unterkünfte verteilen, damit die Menschen sich vor den weiteren zu erwartenden schweren Regenfällen schützen können“, sagt Keßler. Nach offiziellen Angaben sind mindestens 1300 Menschen ums Leben gekommen

Landeskirche und Diakonie bitten um Spenden auf das Konto Diakonie Katastrophenhilfe:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Haiti

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 auf der Richterskala hat am 14. August Haiti erschüttert (Foto: Diakonie KatastrophenhilfeKORAL)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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