Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sächsische Landeskirche startet Friedhofskampagne


15 Nov. 2025

Unter dem Motto „Was bleibt, bewegt! Der Friedhof. Ein Ort für alle“ soll auf die Bedeutung der Friedhöfe in Sachsen hingewiesen werden

DRESDEN – Im Vorfeld des Ewigkeitssonntages startet in Sachsen eine Kampagne, mit der die Bedeutung der Friedhöfe in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden soll. Unter dem Titel „Was bleibt, bewegt! Der Friedhof. Ein Ort für alle wirbt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens für den Erhalt der Friedhöfe.   

„Mit unserer Initiative möchten wir bei den Menschen ein Nachdenken darüber anregen, welche Bedeutung die Friedhöfe vor Ort – in den Städten wie in den Dörfern – für einzelne Menschen und Familien, aber auch für die gesamte Gesellschaft haben“, erläutert Carmen Kuhn, Dezernentin für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen im Landeskirchenamt in Dresden. „Diese wichtigen Orte brauchen angesichts einer sich verändernden Bestattungskultur und der anstehenden Neufassung des Sächsischen Bestattungsgesetzes die Aufmerksamkeit und Unterstützung vieler Menschen, um erhalten werden zu können“, betont sie weiter.

Besonderheit in Sachsen: Mehrheit der Friedhöfe in kirchlicher Trägerschaft

Die Friedhofskultur in Sachsen wird derzeit weit überwiegend von kirchlichen Friedhöfen getragen. „Insgesamt befinden sich 1.200 Friedhöfe – das sind etwa 65 % der Friedhöfe im Freistaat Sachsen – in der Trägerschaft evangelisch-lutherischer Kirchgemeinden und ihrer Zusammenschlüsse. Damit haben wir auch eine Verantwortung, die wir stellvertretend für die Kommunen wahrnehmen“, erläutert Carmen Kuhn. Mit hohem Engagement und Sachverstand übernähmen Haupt- und Ehrenamtliche in Kirchenvorständen und Friedhofsverwaltungen Verantwortung für den Erhalt und die Pflege ihrer Friedhöfe. „Sie leisten damit einen unschätzbaren Dienst für Trauernde und die Menschen vor Ort, unabhängig davon, ob diese Menschen Glied unserer Kirche sind“, so die Dezernentin.

Friedhöfe sind Orte der Trauer, der Begegnung, der Natur und der Kultur

Die Bestattung auf dem Friedhof rücke Tod, Trauer und Erinnerung in die Mitte der Gesellschaft, wo Anteilnahme und Begegnung in vertrauten Formen möglich seien und praktiziert würden. „Friedhöfe sind geschützte Orte des privaten und gemeinschaftlichen Totengedenkens. Sie sind wertvolle Zeugnisse unserer Orts-, Kunst- und Sozialgeschichte und haben städtebauliche sowie landschafts-pflegerische Bedeutung“, sagt Carmen Kuhn. „Für viele Menschen sind Friedhöfe auch Orte der Ruhe, Begegnung und Erholung. Mit ihrem alten Baumbestand und mit ihrem Artenreichtum leisten sie einen bedeutenden ökologischen Beitrag. In Großstädten sind Friedhöfe „grüne Oasen“, die einen maßgeblichen Anteil an einem gesunden Stadtklima haben.“

Kirchgemeinden und Friedhöfe der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens wurden gebeten das Anliegen durch Plakate und Banner zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Friedhofskampagne
Materialien zur Friedhofskampagne

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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