Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Sachsen erhöht Fördervolumen für Wander- und Pilgerprojekte


17 Jan. 2022

Mit einem Kleinprojektefonds unterstützt der Freistaat touristische Vereine und Initiativen. Aufgrund der großen Resonanz wurden die Fördermittel für 2021 kurzfristig deutlich aufgestockt.

DRESDEN –  Sachsen wird immer mehr zum Wander- und Pilgerland. Das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus fördert deshalb Akteure, die sich ehrenamtlich für die Verbesserung der touristischen Infrastruktur im Bereich Wandern und Pilgern engagieren. Die 2021 ins Leben gerufene erste sächsische Wander- und Pilgerakademie bietet ehrenamtlich tätigen Wanderführer:innen, Wegewart:innen und Pilgerbegleiter:innen die Chance, sich nachhaltig zu qualifizieren. Des Weiteren ermöglicht ein Kleinprojektefond Vereinen und Initiativen, eigene Vorhaben auf den Weg zu bringen. Der Aufruf dazu startete im Dezember 2021. Kirchgemeinden, Pilgerstationen, Beherbergungsbetriebe, Kommunen und regionale Wandervereine können für ihre Vorhaben zur Verbesserung der Kleinstinfrastruktur im Umfeld der Wander- und Pilgerwege bis zu 2.000 Euro Förderung erhalten. Zehn Prozent der Summe ist dabei als Eigenanteil zu erbringen

Überwältigendes Interesse auf finanzielle Unterstützung von Kleinstinfrastruktur im Bereich Wandern und Pilgern

Der Aufruf stieß auf überwältigendes Interesse. Fast wirkte es, als hätten Vereine und Kirchgemeinden in Sachsen nur darauf gewartet. In der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen, die zusammen mit dem Landestourismusverband Sachsen (LTV Sachsen) das Projekt durchführt, gingen in wenigen Tagen 340 Anträge ein. Zu den Anliegen gehören kaputte Schilder, die auf Wanderwegen ausgewechselt werden oder Bänke und Tische sowie überdachte Rastplätze, die an Weggabelungen neu entstehen sollen. Kirchgemeinden wollen per Banner auf ihre Offenen Kirchen hinweisen. Pilgerherbergen wollen sich besser ausstatten. 

„Für 2021 war ein Fördervolumen von insgesamt 100.000 Euro vorgesehen. Eine Chance, die weit mehr sächsische Vereine, Kirchgemeinden und Kommunen in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Wegewarten für sich nutzen wollten als erwartet. Damit wurde eine Fördersumme von fast 400.000 Euro beantragt“, freut sich Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Der überwiegende Teil der Antragsteller waren Vereine (46 Prozent) und Kirchgemeinden (40 Prozent). 14 Prozent der Bewerbungen kamen von Kommunen und Herbergsbetrieben. 

„Die große Resonanz hat gezeigt, dass der Bedarf an unkomplizierten Fördermöglichkeiten für überwiegend ehrenamtliche Akteure hoch ist. Deshalb wurde gemeinsam mit dem Tourismusministerium entschieden, das Fördervolumen für 2021 kurzfristig auf 350.000 Euro aufzustocken. So können sich nun 207 Antragsteller im ganzen Land über Unterstützung freuen“, sagt Jörg Markert, Präsident des LTV Sachsen. 

Wander- und Pilgerakademie

Neben der finanziellen Unterstützung wird die Wander- und Pilgerakademie ab dem Frühjahr 2022 auch Wegewarte fortbilden und vernetzen und eine Ausbildung für Pilgerbegleiter soll an drei verlängerten Wochenenden im Frühsommer angeboten werden. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Evangelischen Erwachsenenbildung: Ausbildung Pilgerbegleiter:in und Ausbildung Wegewart:in).  

Rastplatz vor der Kirche, eingerichtet von der Kirchgemeinde Theuma-Altensalz im Vogtland (Foto: Kerstin Kracht)
Ausschilderung zur verlässlich geöffneten Radwegekirche in Meißen, angebracht von der Johanneskirchgemeinde zur Orientierung für interessierte Besucher (Foto: Kerstin Kracht)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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