Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

Sachsen als Wander- und Pilgerland


17 Jan. 2024

Neujahrsempfang der Wander- und Pilgerakademie Sachsen

DRESDEN - Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nahm am 17. Januar 2024 am Neujahrsempfang der Wander- und Pilgerakademie Sachsen in Dresden teil und sprach ein Grußwort.

Trotz Eisesglätte und Schnee kamen von den angemeldeten 130 Engagierten dennoch etwa 90 Teilnehmer in das Dresdner Haus der Kirche (Dreikönigskirche) zusammen. Eröffnet wurde der Neujahrsempfang mit einer Begrüßung von Kerstin Kracht als Vertreterin der Wanderakademie Sachsen und Referentin in der landeskirchlichen Fachstelle für Kirche und Tourismus. Zuvor sorgten die Musiker Hans-Richard Ludewig (Flügel) und Christian Patzer (Saxophon) für den musikalischen Auftakt. Der gelungenen Veranstaltung verlieh bis zum Abend auch die Band Stilbruch eine besondere Note.

Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz sprach den Engagierten im Bereich Wandern und Pilgern Segenswünsche für die kommende Zeit aus. Dank an alle Vereine, Initiativen, Kirchgemeinden und Pfarreien kam von der Staatsministerin Barbara Klepsch, die sich deutlich dankbar zeigte, für viele offene Kirchentüren in Sachsen. Die Direktorin des Landestourismusverbandes Andrea Kis wies auf die jahrelange enge Verbindung zwischen Kirche und Tourismus hin. Insgesamt ging es vorrangig um die Wertschätzung für die ehrenamtlich Engagierten aus den Bereichen Wandern, Pilgern, Kirche und Tourismus. Am Nachmittag gab es auch genügend Zeit für das gemeinsame Gespräch unter den Gästen des Empfangs.

Die Wander- und Pilgerakademie (WPA) ist eine Einrichtung der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen und hat ihren Sitz in Kohren-Sahlis. Ziel ist, die vielfach ehrenamtlichen Strukturen in Sachsen zu stärken und den Generationenwechsel aktiv zu begleiten. Mit der Wander- und Pilgerakademie Sachsen wurde erstmals ein qualifiziertes und einheitliches Bildungs- und Vernetzungsangebot für Wanderführer, Pilgerbegleiter und Wegewarte geschaffen. Die überregionalen Pilgerwege werden auch von Wanderern gut nachgefragt, z.B. der Sächsische Jakobsweg oder die Via Regia, der Lutherweg oder die Via Porphyri. Hier können die Gäste Natur, Kultur, Geschichte und Kirche der sächsischen Regionen auf besondere Art und Weise, in Ruhe, aber auch sehr aktiv erleben.

»Wandern und Pilgern werden in Sachsen immer beliebter, und das nicht erst seit Corona. Deshalb unterstützt der Freistaat Sachsen die Weiterentwicklung Sachsens als Wander- und Pilgerland sowie die Anbindung an überregionale Pilgerwege und damit die Stärkung des Tourismus im ländlichen Raum. Ich danke der Wander- und Pilgerakademie herzlich, denn sie leistet dafür eine entscheidende Unterstützung. Ich bin froh, dass wir die Akademie seit ihrer Gründung finanziell unterstützen. Ich danke auch dem Landestourismusverband für die Begleitung der Arbeit der Akademie und dem Träger, der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen«, sagt Tourismusministerin Barbara Klepsch.

Der Freistaat Sachsen unterstützt die Weiterentwicklung Sachsens als Wander- und Pilgerland durch verschiedene Fördermöglichkeiten. Eine davon ist die Wander- und Pilgerakademie. Sie wird seit dem Jahr 2021 vom Tourismusministerium im Rahmen eines Kleinprojektefonds über den Landestourismusverband Sachsen gefördert.

Im Jahr 2023 wurden im Freistaat Sachsen insgesamt 55 beantragte Kleinstinfrastrukturprojekte innerhalb des Kleinprojektfonds der Wander- und Pilgerakademie finanziell unterstützt und damit deren Realisierung ermöglicht. Ziel ist dabei, die Kleinstinfrastruktur entlang von Wander- und Pilgerwegen im Freistaat Sachsen zu verbessern. Das können z.B. der Bau von Schutzhütten, das Aufstellen von Bänken an Verweil- und Rastplätzen oder die Errichtung von Stempelstellen sein. Mehr Sichtbarkeit in Form von Wegweisern oder Flyern sowie die Vernetzung zwischen touristischen und kirchlichen Akteuren zählen ebenfalls zu den Aktivitäten, die mit dem Kleinprojektfond unterstützt werden. Im Jahr 2024 werden die Angebote der Wander- und Pilgerakademie fortgeführt und seitens des Freistaates Sachsens weiterhin mit Haushaltsmitteln unterstützt.

»Mir ist es an dieser Stelle auch ein großes Anliegen, all den Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement zu danken – denn von ihrem Einsatz lebt das Netz aus Wander- und Pilgerwegen in Sachsen. Dazu gehören auch die vielen kleinen Dinge, wie die Stempelstellen, die ganz liebevoll und sorgfältig gepflegt werden«, so Ministerin Klepsch abschließend.(aus Sachsen.de – Medienservice)

Kerstin Kracht (v.l), Staatsministerin Barbara Klepsch und OLKR Burkart Pilz (m.v.)
Drei Musiker der Leipziger Band 'Stilbruch'
OLKR Burkart Pilz
Schülerinnen und Schüler unterwegs auf dem Pilgerweg (Foto: ©Nora Widera)
Pilgergruppe vor der Johanniskirche in Mügeln (Foto: Tourismusverband "Sächsisches Burgen- und Heideland" e.V./Ronny Nickisch)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite