Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Rucksäcke per Luftfracht an den Kilimanjaro
02 Feb. 2018
Die Partnerschaftsarbeit besteht seit über 20 Jahren
BAUTZEN – Im ostafrikanischen Tansania treffen am 2. Februar 4.180 Rucksäcke für Schulanfänger am Kilimanjaro-Airport ein. Die Rucksäcke wurden in den letzten Wochen im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz gepackt, nachdem dies für 3.000 Schulrucksäcke von Spendern direkt und weitere rund 1.000 durch Bezirkskatechetin Claudia Mickel-Fabian und von Katrin Pilz von der Bautzner Superintendentur zusammengestellt wurden. Versandfertig wurde die durch Spenden ermöglichte Sammlung in Bananenkisten, der sich u.a. Superintendent i.R. Reinhard Pappai annahm. In seiner früheren Dienstzeit im Bautzner Kirchenbezirk entstand das Projekt zum Partnerkirchenkreis Meru der lutherischen Kirche in Tansania.
Im Rucksack ist das Startmaterial für die 1. Klasse, was viele Familien nicht bezahlen können. Durch diese Aktion wird Kindern Bildung ermöglicht und sie haben eine Zukunftschance. Der blaue Schulrucksack hat im Partnerkirchenkreis den Stellenwert einer hiesigen Zuckertüte. Zum zwölften Mal sorgt die Spendenaktion dafür, dass die Schulanfänger in zahlreichen Schulen dieser Region nicht ohne Schulmittel in die Schule gehen. Die für die Kinder kostbare Fracht wird von den dortigen Partnern vom Kilimanjaro Airport abgeholt und dann an die Schulen im Meru-Süddisdrikt verteilt. Durch gegenseitige Besuche ist ein Vertrauensverhältnis gewachsen, das sich über die Schulrucksack-Aktion hinaus auch auf andere Projekte erweitert hat.
Immerhin besteht seit 1996 die Partnerschaft zum Kirchenkreis Süd (Jimbo la Kusini) in der tansanischen Diözese Meru. Der Kirchenkreis liegt südlich des zweithöchsten afrikanischen Berges Mt. Meru. Es ist ein Gebiet in der Trockensavanne. In vielen Orten herrscht Wassermangel. Die Bewohner leben vom landwirtschaftlichen Anbau. Die Region wird seit Jahren immer wieder von schlimmen Dürrekatastrophen heimgesucht. Die Projekte der Partnerschaft werden zwischen den beiden Partnerkomitees in Meru und Bautzen abgesprochen. So wird die ‚Secondary School Usa River‘ als erstes Integrationsprojekt für Schüler in der Meru-Diözese, ein Berufsschulzentrum und weitere Schulen unterstützt.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.