Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ritterlager digital und natural


23 Juli 2020

‚Do it your self‘ und der Familienwandertag der Freiberger Jugend

FREIBERG - Coronabedingt kann das traditionelle Ritterlager 2020 nicht wie geplant rund um die Seifersdorfer Kirchenscheune bei Kreischa stattfinden. Stattdessen gibt es einen Familienwandertag am 25. Juli von 10:00 bis 14:30 Uhr rund um die Barbarakappelle in der Dippoldiswalder Heide. Jede Familie kann für sich auf den Wanderwegen unterwegs sein und an verschiedenen Stationen teilnehmen. Für die Kinder gibt es am Ende eine Schwertleite, wo sie zum Ritter von Argëntes geschlagen werden können.

Bei diesem Ritual des Ritterschlags wird dem Kind ein Schwert auf die Schulter gelegt mit den Worten: "Sei treu gegenüber deinen Herrn, gerecht gegenüber den Menschen und vor allem Treu gegenüber Gott. Erhebt euch ... ." Die Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren werden bei der ersten Teilnahme am Ritterlager vom Pagen zum Knappen, beim 2. Mal zum Ritter erhoben und in zeitlicher Folge geht es über den Silberritter, dem Zunftmeister zum Lehnsherrn. Diese „Karriereleiter“ sorgt für die Bindung an die Gemeinschaft im Ritterlager und motiviert zum Mitmachen. 

In diesem Jahr digitale Meetings

An den beliebten Ritterlagern der Evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Freiberg nehmen normalerweise im Sommer in zwei Lagern je 40 Kinder teil. Weil es in dieser Form in diesem Jahr nicht möglich ist, hatten Jugendliche und hauptamtlich Mitarbeitende digitale Meetings vorbereitet. Jedes Kind bekam in der ersten Ferienwoche einen Beutel mit Workshops zum Armbrust bauen, zum Bauen von Lederbeutel, Perlenkette und Gürtel sowie ein Kartenspiel und ein Ritterheft.

In dem Heft sind auch Aktionen für die Familie beschrieben. Zum einen gibt es die Möglichkeit mit vier Wanderwegen, vier Stempel zu finden. Zum anderen ein Wettkampf der Häuser (verschiedene Familien im Ritterlager), wo diese einen Gegenstand durch den Kirchenbezirk wandern lassen können. Wer den längsten Weg zurücklegt, gewinnt. Außerdem finden die Kinder auf der Homepage unter www.evju-freiberg.de jeden Tag ab 18:00 Uhr eine Rätselgeschichte und ab 20:00 Uhr eine Abendandacht auf YouTube. 

Ritterlager im urigen CVJM Jugendpfarrhof Skassa

GROSSENHAIN -  Wieder erklingen fröhliche Kinderstimmen auf dem Pfarrhof in Skassa bei Großenhain. Es ist Ritterlagerzeit. Seit letztem Sonnabend erleben 50 Kinder spannende Abenteuer im mittelalterlichen Fürstentum Platanien. Nach dem Corona-Schock war es erst Mitte Juni klar, dass es die Sommercamps unter der neuen Regie des CVJM Jugendpfarrhofs Skassa mit einem passenden Hygieneschutzkonzept geben kann.

Eine neue Geschichte, neue Aktionen und Spiele wurden von den über siebzig Ehrenamtlichen geplant, ausprobiert und für die Camp-Wochen zusammengestellt. Erstmals gibt es nun ein Angebot, in dem die Kinder einiges über das nachhaltige Leben im Mittelalter erfahren. Dabei werden aus Verpackungen, die in der Ritterlagerküche anfallen, Gegenstände hergestellt, die sie dann mit nach Hause nehmen können.

Durchführung stand auf wackligen Füßen

Noch kurz vor Beginn stand plötzlich das Ritterlager wieder vor dem Aus. Die zu Ferienbeginn in Kraft getretene Corona-Schutz-Verordnung hatte einige Lockerungen im Gepäck, aber durch die Begrenzung auf 50 Kinder auch eine Verschärfung. Danach hätten viele Kinder nicht ins Ritterlager kommen können. Die durch den  Kinder-und-Jugendring Sachsen vertretenen Jugendverbände, aber auch einige Personen und Initiativen aus der Politik, nahmen sich des Problems an und fanden Lösungen, die den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entgegen kamen.

So wird sich jetzt für die Teilnehmenden das Ritterlager nicht anders anfühlen als gewohnt. So werden sie mit ihren Freunden durch die Wälder und Wiesen streifen oder im kleinen Fluss Röder baden. Es ist eine friedliche und unbeschwerte Szenerie, wenn die Kinder am Abend am Lagerfeuer sitzen und ihre Stöcke mit Knüppelkuchen bei fröhlichem Gesang rösten.  Blick ins Ritterlager: www.facebook.com/ritterlager   oder auf www.instagram.com/cvjmjugendpfarrhofskassa

Workshop-Heft für digitales Ritterlager
Viel Bewegung im Ritterlager am Pfarrhof Skassa bei Großenhain

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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