Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Religionslehretag 2022 in Leipzig


05 Okt. 2022

Thema: Christus im Religionsunterricht

LEIPZIG – Mit Vorträgen, Workshops und Seminaren findet der diesjährige Religionslehrertag nach pandemiebedingter Pause am 7. Oktober wieder in Präsenz an der Universität Leipzig statt. In der Universitätskirche St. Pauli (Paulinum) und in der Nähe befindlichen Seminarräumen soll Fragen nach der Rolle der Christologie im Religionsunterricht Raum gegeben werden. Im Rahmen der Theologischen Fakultät nimmt das Institut für Religionspädagogik die Anmeldungen entgegen.

Nach Begrüßung und Andacht um 10:00 Uhr wird der Hauptvortrag von der Freiburger Professorin Sabine Pemsel-Maier zum Thema "Christologie im Religionsunterricht. Empirische Einblicke - didaktische Perspektiven" erwartet.
Nach der Mittagspause und Gesprächsmöglichkeiten beginnen ab 13:30 Uhr die fünf geplanten Workshops und die fünf Seminare zu Theologie und Glaube im Unterricht sowie Christologie in Kirchengeschichte und im Spiegel des Alten und Neuen Testaments.

Nach Ansicht der Veranstalter sei allgemein bekannt, dass sich das Christentum auf Jesus Christus bezieht. Im evangelischen oder katholischen Religionsunterricht in Sachsen würden Kinder und Jugendliche mindestens einmal im Schuljahr erleben, dass es um Jesus Christus geht. Weniger offensichtlich sei es, warum auf eine einzelne Person so viel Aufmerksamkeit gelegt werde und warum es dabei um mehr als nur einen Religionsstifter oder ein ethisches Vorbild gehen soll.

Die Christologie antworte darauf, indem sie die Bedeutung Jesu für den christlichen Glauben entfalte. Wie diese religiöse Ebene verstärkt in den Fokus der Jesus-Einheiten im Religionsunterricht gerückt werden könne, ohne aus dem Fach einen katechetischen Glaubenskurs zu machen, sei Thema des 20. Leipziger Religionslehretages.

Erstmals 2002 wurde vom Institut für Religionspädagogik in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens der Leipziger Religionslehrertag organisiert. Dieser bietet Religionslehrkräften die Möglichkeit Informationen über aktuelle religionspädagogische Fragen oder Themenfelder einzuholen. Es geht vor allem darum, neue Anreize für die Arbeit in Schule und Gemeinde zu schaffen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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