Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Referendare erhalten vorläufige Vokationen


11 Feb. 2025

DRESDEN | LEIPZIG – Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat am 4. Februar 2025 sieben Referendarinnen und einen Referendar mit der vorläufigen Vokation für das Referendariat der angehenden Religionslehrerinnen und Religionslehrer ausgestattet. In einem feierlichen Gottesdienst in der Lukaskirche Dresden wurden sie für ihre zukünftige Tätigkeit im Religionsunterricht gesegnet. In Leipzig erhielten am 10. Februar 2025 sechs Referendarinnen und ein Referendar ihr vorläufige Berufung zur Erteilung von Religionsunterricht. 

Die Überreichung der Vokation erfolgte durch die Bildungsreferentin Gabriele Mendt und die Bezirkskatechetin von Annaberg, Verona Lasch. Die neuen Referendarinnen und Referendare werden in Schulen tätig sein und mit ihrer Arbeit zur Vermittlung christlicher Werte beitragen. Die Vokation markiert den offiziellen Beginn ihres Referendariats, nachdem sie eine intensive Vorbereitungszeit durchlaufen haben. In Ihrer Auslegung der Lesung aus den Sprüchen Salomos (Kapitel 3, 1-6, 19-24, 26) sprach Gabriele Mendt über die besondere Verbindung von Verstand, Herz und Gottvertrauen:

„Mein Sohn, vergiss meine Weisung nicht, und dein Herz behalte meine Gebote, denn sie werden dir langes Leben bringen und gute Jahre und Frieden; Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. … Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“

In ihrer Predigt hob Gabriele Mendt hervor: „Freundlichkeit und Klugheit brauchen wir dringend in unseren Schulen, wir brauchen sie in unseren Familien, wir brauchen sie in unserer Kirche und in unserer Gesellschaft.“ Sie betonte weiter: „Wer von uns wünscht sich nicht an den Schaltstellen der Macht dieser Welt weise, freundliche und kluge Menschen? Keine, die laut schreien und andere niedermachen, sondern die weise sind, zugewandt und klug.“ Abschließend fasste sie zusammen: „Der Verstand braucht Herzensweisheit und Gottvertrauen, damit eine Lehrerin und ein Lehrer gute Schule entwickelt.“ 

Die Vokationierten werden in den kommenden Monaten weiter begleitet und durch Fortbildungsangebote unterstützt. Mit ihren vielfältigen Talenten und Interessen bereichern sie den Religionsunterricht in Sachsen und tragen zur Stärkung des Glaubens und der Gemeinschaft bei.

Vokationen auch in Leipzig erteilt

Im Rahmen des montäglichen Friedensgebets in der Nikolaikirche wurden sechs Referendarinnen und ein Referendar mit der "Vocatio", der kirchlichen Beauftragung für den Religionsunterricht, ausgestattet. Die Schulbeauftragte des Kirchenbezirks, Susanne Stief, betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung dieses Zweigs der Bildungsarbeit für die Zukunft einer kleiner werdenden Kirche. Wichtig sei es vor allem, nicht mit fertigen Antworten auf die Fragen junger Menschen um Glauben, Leben und Tod in einer immer komplizierter werdenden Welt aufzuwarten sowie darauf nicht mit Indoktrination und Überwältigung zu reagieren. Wer ein geschlossenes und nicht auch Zweifel zulassendes Welt- und Glaubensbild habe, könne kein guter Religionspädagoge sein. Nach ihrer Predigt, die den Text des vergangenen Sonntags über die Stillung des Sturms durch Jesus zur Grundlage hatte und die Frage nach der Rollenverteilung von Schülern und Religionslehrern in dem unterzugehen drohenden Boot thematisierte, wurden den angehenden Religionslehrenden die Urkunden überreicht und sie für ihren beginnenden Dienst eingesegnet. Sie kommen in verschiedenen Schularten vom Erzgebirge bis Bad Düben zum Einsatz.

Weitere Informationen zur kirchlichen Ausbildung und dem Religionsunterricht in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens finden Sie unter www.evlks.de.

Bildungsreferentin Gabriele Mendt (links) und die Bezirkskatechetin von Annaberg, Verona Lasch (rechts) haben Referendarinnen und einem Referendar die vorläufige Vokation verliehen.
Sechs Referendarinnen und ein Referendar erhielten in Leipzig ihre vorläufige Vokation.
Die Schulbeauftragte des Kirchenbezirks, Susanne Stief, übergibt die Beauftragung für den Religionsunterricht.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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