Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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„RaumWunder Kirche“ gesucht
23 Feb. 2022
Evangelische Kirchgemeinden können sich bewerben
DRESDEN – Für den im vergangenen Jahr ausgelobten „Preis der Stiftung KiBa 2022“ endet die Bewerbungsfrist am 28. Februar 2022. Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) fördert damit Konzepte und Ideen, mit denen Kirchengebäude (weiter) für nicht-kirchliche Veranstaltungen geöffnet werden und dabei als Orte der Andacht und des Gottesdienstes erhalten bleiben.
Der „Preis der Stiftung KiBa 2022“ trägt die Überschrift „RaumWunder Kirche“ und ist mit Förderbeträgen der Stiftung in Höhe von 25.000 Euro für den ersten Platz, 15.000 Euro für den zweiten Platz und 10.000 Euro für Platz drei dotiert. Ausgezeichnet werden können erfolgversprechende Entwürfe ebenso wie schon umgesetzte Konzepte, die nicht älter als fünf Jahre sind.
„Kirchengebäude werden vielerorts zunehmend zu zentralen Treffpunkten und kulturellen Motoren der gesamten Bürgergemeinschaft“, sagt Catharina Hasenclever, die Geschäftsführerin der Stiftung KiBa. „Um als Orte der Begegnung mit Gott und des örtlichen Lebens offen und funktional sein zu können, müssen in vielen Gemeinden auch baulich neue Wege gegangen werden. Wir suchen Gemeinden, die hier mutig voranschreiten und neue Formen sozialer Nachbarschaft von Kirche und Kommune erprobt haben oder erproben wollen.“
Bewerbungen sind noch ausschließlich online möglich unter www.preis-der-stiftung-kiba.de. Wer den „Preis der Stiftung KiBa 2022“ erhält, wird im kommenden April entschieden. Die feierliche Verleihung der Auszeichnung soll am 10. September 2022 im Rahmen des Kirchbautages in Köln stattfinden.
Auf der Suche nach innovativen Modellen zur weitergehenden Nutzung von Kirchgebäuden ging im Jahre 2014 der 1. Preis an die Kirchgemeinde Kamenz hinsichtlich der Weiternutzung der Franziskanerklosterkirche St. Annen als Sakralmuseum und Ausstellungs- und Veranstaltungsort für die Lessing-Stadt.
Mitgliederversammlung der Stiftung dieses Jahr in Dresden
Die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) ist eine Stiftung der EKD und der evangelischen Landeskirchen. Seit 1999 hat sie Zusagen für Sanierungsvorhaben in Höhe von rund 35 Millionen Euro geben können.
Mehr als 3.800 Mitglieder engagieren sich bundesweit im „Förderverein der Stiftung KiBa e. V.“ Im Vergleich der Vereinsmitglieder bei der Herkunft nach Bundesländern kommen die meisten Vereinsmitglieder aus dem Freistaat Sachsen.
Die jährliche Mitgliederversammlung ist für den 10. bis 12. Juni 2022 in Dresden im Haus der Kirche/Dreikönigskirche geplant.
Um die ganze Sache noch interessanter zu gestalten, soll es ein attraktives Rahmenprogramm mit Besuch in KiBa-geförderten Kirchen der jeweiligen Umgebung geben. In dieser Tradition werden von Dresden aus Kirchgemeinden besucht, die die Stiftung KiBa in der Vergangenheit bereits gefördert hat. So können gerade die aktiven Unterstützer und Unterstützerinnen aus dem Förderverein aus erster Hand erleben, wie sich die geförderten KiBa-Kirchen entwickelt haben.
Im Rahmen einer Vorerkundung sind vier Kirchgemeinden besucht worden, bei der eine 360°-Kamera eingesetzt und interaktive Panoramaansichten der Innenräume erstellt wurden:
• Schlosskirche Dresden-Lockwitz ("Die mit dem Schloss")
• Dorfkirche Leubnitz-Neuostra („Die mit dem festen Halt“)
• Dorfkirche Niederstriegis („Die am sächsischen Lutherweg“)
• Dorfkirche Marbach („Die in dem langen Dorf“)
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.