Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Präsident i.R. Hans-Dieter Hofmann begeht 70. Geburtstag


22 Sept. 2017

„Hofmanns Leistung gebührt höchster Respekt, Dank und Anerkennung“

 RADEBEUL – Der langjährige Präsident des Ev.-Luth. Landeskirchenamt Sachsens, Hans-Dieter Hofmann, begeht am 24. September in Radebeul seinen 70. Geburtstag. Hans-Dieter Hofmann trat 1967 in den kirchlichen Dienst und war von 1989 bis 2009 Präsident des Ev.-Luth. Landeskirchenamtes Sachsens mit Sitz in Dresden. „Die Amtsübernahme fiel in eine herausfordernde Zeit des gesellschaftliche Umbruchs“, so Oberlandeskirchenrat Klaus Schurig in Dresden.

Zu erinnern sei an die Herstellung der kirchlichen Einheit durch Verschmelzung des Kirchenbundes der DDR mit der EKD im Jahre 1991, die Aufnahme der sächsischen Landeskirche in die VELKD und die Unterzeichnung des Evangelischen Kirchenvertrages Sachsen am 24. März 1994. Als Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Frauenkirche begleitete Präsident Hofmann Aufbau und Wiedereinweihung der Frauenkirche in Dresden. „Hans-Dieter Hofmann gehört zu einer Generation von Kirchenjuristen, der eine akademische Laufbahn in der DDR verschlossen war und die in der Verantwortung stand, eine Vielzahl von innerkirchlichen Rechtsvorschriften den neuen Verhältnissen nach 1990 anzupassen. Dieser Leistung gebührt höchster Respekt, Dank und Anerkennung“, so Schurig weiter.

Hans-Dieter Hofmann wurde 1947 im erzgebirgischen Beierfeld geboren und wurde 1958 Mitglied des Dresdner Kreuzchores. Nach dem Abitur an der Kreuzschule nahm er eine Verwaltungsausbildung beim Kirchgemeindeverband Leipzig auf. Nach dem Referendariat als Kirchenjurist, das er 1981 mit der zweiten juristischen Prüfung abschloss, war Hofmann zunächst im damaligen Landeskirchlichen Amt für Innere Mission in Radebeul als Justitiar tätig. 1983 wechselte er in das Landeskirchenamt, dessen Mitglied er mit Übernahme des Finanzdezernates 1984 wurde. Im Herbst 1989 wurde er als Nachfolger von Präsident Dr. h.c. Kurt Domsch zum Präsidenten des Landeskirchenamtes gewählt und am 6. Dezember 2009 in einem Gottesdienst in der Dresdner Dreikönigskirche in den Ruhestand verabschiedet.

Bild: Präsident Hans-Dieter Hofmann spricht vor der Landessynode (Foto: evlks OK)
Präsident i.R. Hans-Dieter Hofmann

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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