Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Pädagogen-Gottesdienste zu Schuljahresbeginn


27 Aug. 2021

Ermutigung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen     

DRESDEN – Die sächsische Landeskirche lädt Erzieherinnen und Erzieher, Gemeindepädagoginnen und  Gemeindepädagogen, Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere im Bildungsbereich tätige Menschen zu einem zentralen Pädagogen-Gottesdienst in Dresden ein. Auch in anderen Orten sind Pädagoginnen und Pädagogen zu regionalen Gottesdiensten zum Schuljahresbeginn eingeladen. Die Gottesdienste würdigen die wichtige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und möchten Pädagoginnen und Pädagogen für das neue Schuljahr unter weiterhin schwierigen Pandemie-Bedingungen geistlich stärken und ermutigen.

Der nunmehr 14. Sächsische Pädagogen-Gottesdienst findet in der letzten Sommerferienwoche am Donnerstag, 2. September, um 17:30 Uhr unter dem Motto „Gut. Genug. Gesegnet.“ in der Dresdner Dreikönigskirche (Haus der Kirche, Hauptstraße 23) statt.

Zu diesem zentralen Gottesdienst sind alle eingeladen, die im Kontext von Schule und Kindertagesstätte, Gemeinde und Bildung sowie Kinder- und Jugendhilfe arbeiten. Referendaren und Referendarinnen, die das Schulfach ‚Evangelische Religion‘ unterrichten werden, wird in diesem Rahmen die kirchliche Lehrbefugnis (Vokation) überreicht.

Im Gottesdienst predigt Landesjugendpfarrer Georg Zimmermann. Carsten Hauptmann und Vincent Hübler gestalten den Gottesdienst musikalisch aus. Vorbereitet und verantwortet wird der Gottesdienst, der unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften der Landeskirche stattfindet, von den Bildungsreferenten im Landeskirchenamt, Gabriele Mendt und Thomas Wintermann. „Die letzten eineinhalb Jahre der Corona-Pandemie waren für Kinder und Jugendliche, für Eltern und Familien und auch für Pädagoginnen und Pädagogen ein permanenter Ausnahmezustand.“, so Gabriele Mendt. Neben fehlenden Kontakten und Struktur im Alltag hätten auch Lerndefizite dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche unter Druck und in seelische Not geraten seien. Auch für Pädagoginnen und Pädagogen in Schulen und Kindertagesstätten habe diese Zeit eine große Herausforderung dargestellt, macht Mendt deutlich. Zu Beginn des Schuljahres würden nun viele Schülerinnen und Schüler, Eltern, Pädagogen damit konfrontiert, so viel wie möglich aufzuholen. Die Gefahr sei, dass Jugendliche davor kapitulieren, befürchtet die Bildungsreferentin.

„In dieser Situation brauchen alle Ermutigung und eine Orientierung auf das, was Kraft und Zuversicht geben kann. Für Christen ist dies Gottes Zuspruch: Du bist gut. Du hast genug – an Begabungen, Berufs- und Lebenserfahrung, Herz und Verstand. Du bist gesegnet und kannst diesen Segen an die Kinder und Jugendlichen weitergeben. Gott sieht, was du brauchst. Und hilft dir zu sehen, was andere jetzt brauchen.“, formuliert Gabriele Mendt das diesjährigen Motto des Gottesdienstes. Sie freut sich, dass Vertreter aus dem Sächsischen Ministerium für Kultus, dem Landesamt für Schule und Bildung, der Ev. Hochschule für soziale Arbeit Dresden und der Schulstiftung ihre Teilnahme bereits zugesagt haben.

Im Anschluss an den Gottesdienst wird es bei einem Imbiss im Foyer vom Haus der Kirche Gelegenheit geben im Gespräch und in der Begegnung darauf einzugehen.

Pädagogengottesdienste in den Regionen

Zu regionalen Gottesdiensten sind staatliche und kirchliche Pädagoginnen und Pädagogen meist in der ersten Schulwoche eingeladen. So ist bisher bekannt, dass am 8. September um 17:00 Uhr in der Kirche "Zur Ehre Gottes" in Bernsbach im Kirchenbezirk Aue wieder zu einem Pädagogen-Gottesdienst eingeladen wird.

Für Chemnitz findet er bereits am 1. September um 18:30 Uhr in der Jugendkirche St. Johannis im Chemnitzer Stadtzentrum (Theresenstraße 2) statt.

In Leipzig ist ein Pädagogen-Gottesdienst am 11. September um 9:30 Uhr in der PAX Jugendkirche Leipzig-Gohlis unter dem Thema „#festhalten“ geplant.

Neben diesen Pädagogen-Gottesdiensten werden in zahlreichen Kirchgemeinden Familiengottesdienste für und mit Schulanfängern und Schülern zum Ferienende oder an den Sonntagen 12. oder 19. September gefeiert. Die Evangelischen Schulen starten mit Gottesdiensten zum Schuljahresanfang.

Aushändigung der Vokationsurkunde
Landesjugendpfarrer Zimmermann führt ins Thema und lädt zur Interaktion mittels Handys ein

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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