Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Orgellandschaft auf Denkmal-Messe präsentiert


24 Nov. 2022

Europäische Leitmesse für Denkmalpflege zu Kulturerbe Orgel

LEIPZIG - Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens präsentiert sich in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) auf der „denkmal 2022“ vom 24. bis 26. November in Leipzig, um für das kirchliche Kulturerbe zu werben. In diesem Jahr stehen die Orgeln im Mittelpunkt.

Die beiden ausstellenden evangelischen Landeskirchen sind mit ihren rund 5.500 historischen Kirchengebäuden die größten Denkmaleigentümer in Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt). „Bauhistorisch und kulturell gesehen ist das ein Schatz, mit dessen Verantwortung die kleiner werdenden Kirchengemeinden heute nicht selten überfordert sind“, betont Tobias Haase, Orgelbeauftragter der sächsischen Landeskirche.

„Wenn die Mitgliederzahlen der Kirchen geringer werden, bedeutet dies auch, dass die wertvollen Instrumente immer schwieriger zu erhalten sind“, so Haase. Er erinnert daran, dass auf Antrag der Bundesrepublik Deutschland Orgelbau und Orgelmusik im Jahr 2017 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO anerkannt worden sei. Im letzten Jahr sei die Orgel durch die Landesmusikräte als Instrument des Jahres ausgewählt worden.

Damit werde deutlich, dass die Verantwortung für diese schönen Instrumente nicht allein bei den Kirchengemeinden liegen könne, sagt der Orgelbeauftragte. Weitere wichtige Fragen für ihn seien: „Wie können wir ausreichendes Interesse am Beruf des Orgelbauers wecken, damit auch zukünftig das kunsthandwerkliche Können und Wissen ausreichend weitergetragen werden kann? Wie können wir ausreichend Musizierende finden und ausbilden, die die wertvollen Instrumente spielen?“

Am Messestand gehe es nach Ansicht der Aussteller um die Orgellandschaft Mitteldeutschlands, um unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Regionen, um die Funktionsweise einer Orgel und die Zahl der Gemeindeglieder, die durchschnittlich für eine Kirche/Kapelle und damit auch für eine Orgel verantwortlich seien.

Außerdem gebe es am 25. November im Rahmen der „denkmal 2022“ ein Kolloquium zu den Ergebnissen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten und von der EKM initiierten Forschungsprojektes „Prävention und Bekämpfung von Schimmelbefall an Kirchenorgeln“. Es richtet sich an Orgelsachverständige, Orgelbauer, Kirchenbaureferenten sowie an dem Thema Interessierte und erläutert detailliert die von 2018 bis 2021 gelaufenen Untersuchungen bis hin zum „Werkzeugkasten“ für befallene Orgeln.

Hintergrund:

Die „denkmal“ in Leipzig ist als europäische Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung etabliert und international anerkannt. Sie steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO Paris und bietet ein umfangreiches Programm für Fachleute und interessierte Laien. Die Fachmesse findet im zweijährigen Turnus statt.

ORGEL - Instrument des Jahres 2021

Sächsische Orgellandschaft

Tobias Haase, Orgelbeauftragter der sächsischen Landeskirche (3.von links) und Baureferentin für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen im Landeskirchenamt Katrin Tauber (2.v.l.)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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