Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Orgel in Vollendung in Leipziger Nikolaikirche


18 Okt. 2024

Festwoche zum Abschluss des Orgelneubaus in der Nikolaikirche

LEIPZIG - Was lange währt, wird richtig gut: 20 Jahre nach der grundlegenden Rekonstruktion, dem Neubau und der Erweiterung der großen Ladegast-Eule-Orgel in der Nikolaikirche Leipzig, feiert die Nikolaigemeinde vom 24. bis 31. Oktober 2024 ein Instrument in Vollendung. Drei neue Klangfarben werden im Laufe der Festwoche das Klangbild des Instrumentes erweitern.

So soll die Vox Populi zukünftig den Klang der Friedlichen Revolution besonders deutlich und weithin vernehmbar erschallen lassen. Mit den Klangfarben Macan und Panamera – benannt nach den beiden Leipziger Porsche Modellreihen – wird das Engagement des Sportwagenherstellers für die größte Orgel Sachsens mit nun auch 25 Röhrenglocken und einem exklusiven Stahlspiel.

Das Eröffnungskonzert am 24. Oktober um 19:30 Uhr soll die 6.880 Orgelpfeifen gemeinsam mit den exzellenten Musikerinnen und Musikern der Mittelsächsischen Philharmonie unter Leitung von Nikolaikantor a.D. Jürgen Wolf zu einem fulminanten Klangbild formen.
Das Kompositionsprojekt »Organum mobile« am 28. Oktober, ebenfalls um 19.30 Uhr, wird mit zehn Auftragskompositionen die neuen Möglichkeiten des Instrumentes ausloten. Gemeinsam mit den Blechbläsern des Gewandhausorchesters musiziert Nikolaikantor Markus Kaufmann über die Emporengrenzen hinweg.

Und zum Abschlusskonzert am 31. Oktober um 17:00 Uhr werden der BachChor, Solistinnen und Solisten sowie das Festivalorchester Leipzig in Bruckners »Te Deum« einstimmen und eine große Dankeshymne für ein wunderbares Instrument singen!

Noch zuvor gestalten für Familien und Kinder die Sprecherin Dina Keune und Nikolaikantor Markus Kaufmann am 25. Oktober um 16:00 Uhr eine Aufführung des musikalischen Märchens »Peter und der Wolf« in einer Fassung für die große Ladegast-Eule-Orgel.
Zudem gibt es vielfältige Angebote im Rahmen der Festwoche auch für Kurzentschlossene. So lädt die Kirchgemeinden an den Festivaltagen jeweils um 12:00 Uhr zu einer 30-minütigen Mittagsmusik mit anschließender Orgelführung ein.

Zum krönenden Finale des Orgelherbstes erklingt am 26. Oktober um 17:00 Uhr Anton Bruckners 5. Sinfonie in einer eigenen Fassung für zwei Organisten. Markus und Pascal Kaufmann interpretieren auf den fünf Manualen und mit 106 Klangfarben das große Orchesterwerk Bruckners.

Das neue Orgelregister »Macan«, das aus 25 Röhrenglocken besteht, wird am Sonntag, 27. Oktober, um 17:00 Uhr, eingeweiht. Die Blechbläser des Festivalorchesters werden unter der Leitung von Prof. Christfried Brödel die Glocken-Weihemusik von Günter Neubert aufführen, die 2019 zur Weihe des großen Kirchengeläuts ihre Uraufführung erlebte. Sr. Maria Wolfsberger, langjährige Organistin an der Nikolaikirche, wird mit Musik von Sigfrid Karg-Elert, Petr Eben und Kompositionen aus ihrer eigenen Feder das neue Register vorstellen. Benannt ist das neue Register nach dem Porsche-Modell Macan, das in Leipzig hergestellt wird.

Im Rahmen des wöchentlichen Friedensgebetes am Montag, 28. Oktober, erklingt um 17:00 Uhr zum ersten Mal die Vox Populi – die Stimme des Volkes. Diese Klangfarbe knüpft an das Erbe der Friedlichen Revolution in der Nikolaikirche an. Nikolaikantor Markus Kaufmann wird mit festlicher Musik von Johann Sebastian Bach die Klangfarbe vorstellen. Pfarrer Bernhard Stief wird in seiner Predigt die besonderen Aufgaben des neuen Registers vorstellen.

Ebenfalls am Montag, den 28. Oktober, um 19:30 Uhr erleben die Zuhörerinnen und Zuhörer einen spannenden Uraufführungsabend: Gleich zehn neue Orgelkompositionen stellen die fulminanten Klangmöglichkeiten der Ladegast-Eule-Orgel unter Beweis. Das Kompositionsprojekt »Organum mobile« schafft eine Verbindung zwischen Mobilität und Orgel. Bewegung und Musik werden in einer besonderen Symbiose hörbar und spürbar werden. In Kooperation mit der Hochschule für Musik werden die zehn neuen Orgelwerke von zehn Studierenden der Orgelklasse Prof. Schmeding interpretiert. MDR-Journalist Claus Fischer wird die Werke und ihre Komponisten vorstellen.

Das dritte neue Orgelregister »Panamera« wird am 29. Oktober, um 19:30 Uhr, unter den Händenvon Universitätsmusikdirektor David Timm zum ersten Mal erklingen. Die Stummfilm-Komödie »The General« wird an diesem Abend mit Improvisationen an der großen Ladegast-Eule-Orgel musikalisch untermalt. »Panamera« nimmt ebenfalls Bezug auf ein Leipziger Porsche-Modell. Die neue Klangfarbe ähnelt einer Celesta bzw. einem sanften Stahlspiel.

Ein Podiumsgespräch am 30. Oktober, um 17:00 Uhr, wird die besondere Verbindung von Orgelbau und Mobilitätswelt beleuchten. Im Gespräch sind mit Gerd Rupp (Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH), Dirk Eule (Orgelbau Eule), Nikolai-Pfarrer Bernhard Stief und Matthias Schröter (Vorsitzender des Bauausschuss der Nikolaikirche 2002-2004) vier Akteure, die in Vergangenheit und Gegenwart die große Ladegast-Eule-Orgel begleitet haben und begleiten.

Das Engagement von Porsche für das größte Instrument Sachsens wird im Abendkonzert am 30. Oktober, 19:30 Uhr, auch für die große Öffentlichkeit hör- und sichtbar: Bei freiem Eintritt musizieren die Blechbläser des Gewandhausorchesters Leipzig und Nikolaikantor Markus Kaufmann über die Emporengrenze hinweg. Musikalisch wird das Konzert mit Werken der französischen Symphonik gestaltet: So erklingt grandiose Musik von Marcel Dupré, Charles-Marie Widor und Alexandre Guilmant. Zum ersten Mal werden dann die drei neuen Register gemeinsam zu erleben sein.

Der Abschluss der Orgelfestwoche steht im Zeichen des Reformationstages am 31. Oktober. Um 10:00 Uhr lädt die Kirchgemeinde St. Nikolai zum Festgottesdienst in die Nikolaikirche, den der Bach-Chor unter der Leitung von Nikolaikantor Markus und Kaufmann und Organist Pascal Kaufmann musikalisch ausgestaltet. Die Predigt hält Pfarrer Bernhard Stief. Um 17:00 Uhr endet die Festwoche mit einem fulminanten Abschlusskonzert: Anton Bruckners »Te Deum« wird dann die 106 Klangfarben der Ladegast-Eule-Orgel mit den exzellenten Musikerinnen und Musikern des Festivalorchesters und dem BachChor Leipzig vereinen. Organist Pascal Kaufmann wird in seinem symphonischen Prolog über den Luther-Choral »Ein feste Burg ist unser Gott« improvisieren.

 

Ladegast-Eule-Orgel in der Leipziger Nikolaikirche

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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