Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Orgelfestival zur sanierten Philippus-Orgel
22 März 2022
Orgelnacht und weitere Konzertformate vom 29. April bis 1. Mai
LEIPZIG - Dem Herzstück der Philippuskirche wird ein ganzes Wochenende gewidmet. Vom 29. April bis 1. Mai steht die aufwendig sanierte Jehmlich-Orgel im Zentrum, die ab 2019 fast zwei Jahre lang restauriert und saniert worden ist.
„Die Orgel verfügt über einen Spieltisch auf technischem Höchststand mit allen Möglichkeiten, die sich ein Organist wünscht – auf der Philippusorgel kann ein schier unerschöpfliches, vielfältiges Repertoire dargeboten werden“, schwärmt Gewandhaus-Chorleiter Gregor Meyer, der seit Jahren einen besonderen Bezug zur Philippuskirche hat.
Gregor Meyer und Universitätsorganist Daniel Beilschmidt ist es zu verdanken, dass sich die Benefizveranstaltungsreihe „Konzerte am Kanal“ großer Beliebtheit erfreut und viele unterschiedliche Musiker*innen und Gäste auf PHILIPPUS Leipzig aufmerksam machte.
Kurz vor dem Philippustag (3. Mai) erklingt nun ein ganzes Wochenende lang Orgelmusik in der Philippuskirche – mal laut, mal leise, mal klassisch, mal experimentell, für Groß und Klein – ein buntes Programm soll die „Mutter aller Instrumente“ in den Fokus rücken.
Programmübersicht: 29. April / Orgelnacht mit Konzerten um 18:00 / 19:00 und 20:30 Uhr 30. April / Gesprächskonzert um 15:00 Uhr 30. April / Großes Abendkonzert um 20:00 Uhr 1. Mai / Familiensonntag ab 12:00 Uhr mit Kinderkonzert um 15:00 Uhr.
Hier geht es zum Programmheft und zu den Anmeldemöglichkeiten für die einzelnen Veranstaltungen:
www.philippus-leipzig.de/programm/termine
Die Orgel wird am ersten Mai-Wochenende von vielen verschiedenen namhaften und aufstrebenden Organist*innen bespielt – darunter beispielsweise Sebastian Heindl, den DIE ZEIT im vergangenen Jahr als „Leipziger Wundermusiker“ bezeichnete, oder Martin Sturm, Gewinner zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Ergänzt wird das Programm an vielen Stellen von weiteren Künstler*innen, Sänger*innen und Literat*innen, bspw. dem Gewandhauschor unter Leitung von Gregor Meyer im großen Abendkonzert am 30. April um 20:00 Uhr.
Jehmlich-Orgel
Die über hundertjährige Orgel der Dresdner Firma Jehmlich ist mit ihren 4000 Pfeifen noch im Originalzustand erhalten geblieben. Für die dringend notwendige Sanierung und Modernisierung des Herzstücks der Philippuskirche wurden über die Jahre viele Spenden gesammelt. Die Kosten beliefen sich auf mehr als 220.000 Euro, davon sind rund 55.000 Euro Spenden und zum Teil Eigenmittel der BBW-Leipzig-Gruppe. Der Großteil der Kosten wurde übernommen von dem Landesamt für Denkmalpflege.
Die Philippuskirche wurde vor ihrer Sanierung mehr als ein Jahrzehnt nicht mehr für Gottesdienste genutzt, da die Kirchgemeinden Lindenau und Plagwitz in die Heilandskirche zusammengelegt wurden. Die BBW-Leipzig-Gruppe hat das Philippus-Gebäudeensemble 2012 von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens übernommen. Seitdem ist wieder Leben in die immer noch geweihte Kirche eingekehrt.
Pfarrhaus, Gemeindesaal und Kirche erfuhren eine umfassende Sanierung für einen Inklusionsbetrieb mit Hotel und Catering, der Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung schafft. Seit neun Jahren finden in der Kirche wieder christliche, kulturelle und soziale Veranstaltungen statt.
Die Philippuskirche wurde von 1907 bis 1910 im Jugendstil erbaut, sie ist eine von nur zwei Kirchen in Mitteldeutschland, die nach den Grundsätzen des Wiesbadener Programms erschaffen wurden. Das „Wiesbadener Bauprogramm“, nach dem der Kircheninnenraum gestaltet wurde, weicht vom damals üblichen Aufbau lutherischer Kirchen ab. Raumstruktur und Möblierung, Aufbau des Kanzelaltars, Standort der Orgel, abgeschrägter Boden und der gewaltige Jugendstilleuchter stehen hier für die Verbundenheit einer feiernden Gemeinde, die nur Gott über sich sieht und alle anderen Autoritäten auf Augenhöhe holt.
Wir bedanken uns herzlich bei dem Förderverein Philippus e.V., den Spender*innen, Musiker*innen und Besucher*innen der „Konzerte am Kanal“, der großzügigen Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege, dem ausführenden Orgelbau Frank Peiter, Pockau-Lengefeld, und dem uns ermutigenden Orgelbaumeister Stefan Pilz († 2018).
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.