Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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„Orgel des Monats Juli 2017“ im sächsischen Radeburg


17 Juli 2017

Von Carl-Eduard Jehmlich vor 136 Jahren erbaut, vom Nachfahren derzeit saniert

 RADEBURG - Das 1881 von Carl-Eduard Jehmlich erbaute Instrument in der Stadtkirche im sächsischen Radeburg ist die „Orgel des Monats Juli 2017“ der Stiftung Orgelklang. Verantwortlich für die Sanierung des Instruments ist ein Nachfahre des Erbauers. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) getragene Stiftung fördert die Maßnahmen mit 4.000 Euro.

Durch „das hohe handwerkliche und künstlerische Niveau der Werkstatt des Erbauers“, das Gutachten dem Instrument bescheinigen, ist die Jehmlich-Orgel in Radeburg insgesamt gut erhalten. Trotzdem muss sie nach 136 Lebensjahren nun überholt werden. Die Pfeifen müssen gereinigt, repariert und neu gestimmt werden, 29 Prospektpfeifen aus Zink sollen allesamt den originalen Pfeifen entsprechend aus Zinn neu gefertigt werden. Die Schleifladen sind infolge eines Wasserschadens ebenso zu überarbeiten wie die Traktur, Manuale und Pedale. Die Orgel muss umfassend gereinigt werden. An manchen Stellen zeigt sich Schimmel. Rund 90.000 Euro sind für die Instandsetzungsarbeiten in der Werkstatt von Ralf Jehmlich veranschlagt.

Um den finanziellen Eigenanteil zu erbringen, gibt es viele Ideen in Radeburg: „Orgelbrot“ und „Orgelwurst“ werden verkauft, auch Aquarellzeichnungen oder Pfeifenpatenschaften sind gegen entsprechende Spenden zu erhalten. „Die Aktionen sind bisher gut angelaufen“, sagt Markus Mütze, der Kantor der Kirchengemeinde. Rund 18.000 Euro sind seit April schon zusammengekommen.

Mitte Mai ist das Originalinstrument aus der Stadtkirche in die Werkstatt nach Dresden gebracht worden. Der Bauzeitplan der Sanierer ist eng. Ostern 2018, so hofft der Kantor, kann er seinen Platz am Spieltisch wieder einnehmen, spätestens aber drei Wochen danach, zum Konfirmationsgottesdienst. Auf das instandgesetzte Instrument freut Markus Mütze sich sehr. „Die Posaune beispielsweise ist unglaublich weich, und der Klang der Orgel ist wunderbar geschlossen. Da macht das Spielen einfach Freude.“

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. Insgesamt fördert sie in diesem Jahr 24 Projekte in einem Gesamtumfang von 122.000 Euro. Seit 2010 hat sie 173 Förderzusagen über insgesamt 1,2 Millionen Euro gegeben. Die Mittel dafür werden aus Spenden sowie Erträgen des Stiftungskapitals bereitgestellt.

Weitere Informationen www.stiftung-orgelklang.de

Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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