Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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„Orgel des Monats Februar 2023“ in Klaffenbach
15 Feb. 2023
Instandsetzung eines „wunderbar typischen“ romantischen Instruments
CHEMNITZ - Mit 4.000 Euro fördert die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung Orgelklang die Sanierung einer von Hermann Eule gebauten Orgel im sächsischen Chemnitz-Klaffenbach. Das 112 Jahre alte, von der Stiftung als „Orgel des Monats Februar 2023“ gewürdigte Instrument in der Kreuzkirche ist eines der wenigen weitgehend originalen Eule-Werke und eine beliebte Konzertorgel in der Region.
Eule hatte seine Werkstatt in Bautzen 1872 gegründet; als erster brachte er einen neuen, hochromantischen Klang nach Sachsen, den er in Süddeutschland kennengelernt hatte. Die Orgel in Klaffenbach kostete die Gemeinde damals rund 8.700 Mark. Da ihre Prospektpfeifen anders als bis dahin üblich statt aus Zinn aus Zink bestanden, blieb sie verschont, als bei vielen anderen Instrumenten die Zinnpfeifen zu Kriegszwecken entfernt wurden. „Der volle, warme und grundtönige, raumfüllende Klang in der typischen kraftvollen Intonation“ Hermann Eules, so heißt es auf der Website des örtlichen Fördervereins, mache das „sehr sorgfältig aus gutem Material“ gefertigte Instrument zu einer „wunderbar typischen spätromantischen Orgel“.
Derzeit aber ist der Klang des Instruments mangelhaft. Verschleiß und Verschmutzung sind zu beheben, alle 1326 Pfeifen müssen gereinigt und ebenso instandgesetzt werden wie die 22 Register. Im Sommer soll die Sanierung beginnen, insgesamt 71.000 Euro sind dafür nötig. Treibende Kraft im Blick auf Spenden ist der „Förderverein Ev.-Luth. Kreuzkirchgemeinde Chemnitz-Klaffenbach e.V.“. Seine Mitglieder organisieren regelmäßige Benefizkonzerte, aber auch Vorträge, Kunstausstellungen oder Kabarett finden in Klaffenbach statt. „Wir wollen die Menschen nicht anbetteln, sondern um Spenden werben nach dem Prinzip ‚Geben und Nehmen‘“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Lesch.
Wie lange die Sanierungsarbeiten an der Eule-Orgel dauern werden, ist noch offen. Fest steht aber, dass das Instrument spätestens im Jahr 2025, wenn Chemnitz Kulturhauptstadt Europas ist, wieder für viele Konzerte zur Verfügung stehen soll.
Im letzten Jahr war in Sachsen die Orgel in der Dorfkirche Sora als „Orgel des Monats August 2022“ ausgewählt worden. Am Ende eines Jahres wird aus den „Orgeln des Monats“ eine „Orgel des Jahres“ gewählt. Die Auszeichnung ist ein Publikumspreis, denn jeder kann online für seine Lieblingsorgel abstimmen. Die „Orgel des Jahres“ ist undotiert und eine Ehrenauszeichnung. Die Abstimmung ist bis zum 16. Mai 2023 für die Orgeln des vergangenen Jahres möglich: https://www.stiftung-orgelklang.de/orgeldesjahres/info.php
Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 14 Projekte in einem Gesamtumfang von 50.000 Euro (bzw. 100.300 Euro inkl. Projektspenden). Seit 2010 hat sie 263 Förderzusagen über mehr rund 1,5 Millionen Euro gegeben (bzw. fast 2,2 Millionen Euro inkl. Projektspenden). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.