Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ökumenischer Tag der Schöpfung 2023


18 Aug. 2023

Unter „Leben in Fülle – Diskutieren!“ findet auch ein Podium statt

HERRNHUT - „Damit ihr das Leben in Fülle habt“ – Unter diesem Motto lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Freistaat Sachsen (ACK Sachsen) gemeinsam mit der sächsischen Landeskirche und dem Bistum Dresden-Meißen am Freitag, 1. September 2023, zum diesjährigen Tag der Schöpfung in die Oberlausitz nach Herrnhut ein. Gastgeberin ist die Evangelische Brüderunität, Herrnhuter Brüdergemeine.

In ökumenischer Gemeinschaft wurde ein vielfältiges Programm vorbereitet. Hauptveranstaltungen sind die Eröffnung um 14:00 Uhr mit der Musikgruppe „Aufgeweckte Gartenklänge“ im Garten der Herrnhuter Diakonie, der Junge Gottesdienst um 18:00 Uhr u.a. mit der Jugend des Kirchenbezirks Löbau-Zittau und das Abendkonzert um 19:30 Uhr.

Der Tag ist weiter gefüllt mit geführten Wanderungen und Spaziergängen, Workshops, Gesprächsrunden und mit reichhaltigen Imbissangeboten – Leben in Fülle eben. Die Veranstaltungen finden, wo nicht anders vermerkt, im Garten der Diakonie statt.

Seitens der Landeskirche bietet Pfarrerin Sigrun Zemmrich, die in der Region auch für Tourismusseelsorge zuständig ist, eine Wanderung auf den Kottmar an. Der Ökumenereferent OKR Friedemann Oehme wird um 14:00 Uhr die Besucher willkommen heißen, Anke Eichhorn von der Arbeitsstelle Kinder-Jugend-Bildung wird am Nachmittag das Leben der Hühner vorstellen und ebenfalls am Nachmittag steht für 15:15 Uhr ein Podium zur Rolle der Kirchen für den Erhalt der Schöpfung u.a. mit Dr. Anne-Kristin Römpke, Beauftragte für Schöpfungsverantwortung, auf dem Programm. Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel wird am Ökumenischen Gottesdienst um 18:00 Uhr mitwirken.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen ruft seit vielen Jahren dazu auf, am ersten Freitag im September gemeinsam die Schöpfung zu feiern und sich gegenseitig zu ermutigen, sie zu bewahren. Im letzten Jahr fand der Tag der Schöpfung in Sachsen in Annaberg-Buchholz statt.
Auf Bundesebene laden am 1. September die ACK in Bremen und die ACK in Deutschland um 17:00 Uhr zur zentralen Feier in den St. Petri-Dom zu Bremen ein.

Zum PROGRAMM

Schöpfungszeit beginnt am 1. September!

Präses Latzel: „Einüben einer neuen, transformativen Spiritualität“

WITTENBERG - Vom 1. September bis 4. Oktober rufen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen gemeinsam zur jährlichen SCHÖPFUNGSZEIT auf. Gläubige aus aller Welt sind aufgefordert, sich mit dem Schutz und der Bewahrung unserer Mitschöpfung und Mitgeschöpfe zu beschäftigen. Mit dem Aktionskalender können die Leserinnen und Leser anhand eines zentralen Wortes wochenweise dem nachspüren, was der Redaktion GUT, GENUG und GERECHT erscheint, wo und wodurch wir GELIEBT sind und vor allem – was wir GEMEINSAM schaffen können. „Wir wollen das Thema Nachhaltigkeit mit Mut und Hoffnung und auch kraftvollen Emotionen verbinden – und dabei auch mal um die Ecke schauen“, betont Redaktionsleiterin Constanze Latussek. „Dabei geht es mir persönlich auch darum, Hoffnung zu säen und vor Überforderung zu schützen“.

Hier setzt auch Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland an: Als Botschafter der Schöpfungszeit sieht er insgesamt fünf geistliche Gründe, warum wir eine Schöpfungszeit brauchen, und ruft unter anderem dazu auf, konkret zu werden, Hoffnung zu erlernen und die Schönheit der Schöpfung zu entdecken. Dabei sei es auch wichtig, Leid an sich heranzulassen, sich bewegen zu lassen. Gleichzeitig aber „tapfer das Machbare zu tun“: „In der Schöpfungszeit kann ich selbst ein anderer werden“, so Latzel. (Alle 5 Punkte sind im Gastbeitrag von Thorsten Latzel auf evangelisch.de zu finden)

Ökumenischer Prozess „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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