Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Ökumenischer Kirchentag vom 13.-16. Mai
10 Mai 2021
Digital und dezentral auch unter Beteiligung von Christen in Sachsen
FRANKFURT/M. - Zum 3. Ökumenischen Kirchentag laden das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT) gemeinsam mit dem katholischen Bistum Limburg und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) vom 13. bis 16. Mai ein. Er steht unter dem Motto „schaut hin“ und sollte – nach den beiden Ökumenischen Kirchentagen in Berlin (2003) und München (2010) – in Frankfurt/Main stattfinden. Aufgrund der anhaltenden Coronapandemie können alle Interessierten allerdings erstmals lediglich digital und dezentral am Ökumenischen Kirchentag teilnehmen.
Digital
Die beiden Hauptgottesdienste – zum Auftakt am Himmelfahrtstag um 10:00 Uhr und zum Abschluss am Sonntag, 16. Mai, um 10:00 Uhr – werden im Fernsehen (ARD/ZDF) übertragen. Das weitere Kirchentagsprogramm mit Debatten, Workshops, Bibelarbeiten, Gesprächsrunden und kulturellen Veranstaltungen findet digital statt. Als kulturellen Höhepunkt gibt es am Freitagabend die Uraufführung des für den Kirchentag geschriebenen Ökumenischen Oratoriums "EINS". Interessierte können vom 13. bis 16. Mai kostenlos an allen Einzelveranstaltungen teilnehmen. Detaillierte Informationen zum Programm, aber auch zu den Aufgaben und Zielen der christlichen Veranstaltung sowie einen Einblick in die Organisation des Ökumenischen Kirchentages gibt es auf www.oekt.de.
Dezentral
Auch Christen in Sachsen und Ostthüringen wollen sich am Ökumenischen Kirchentag beteiligen, werden mitfeiern und mitdenken, mithoffen und mitbeten. Der Katholikenrat im Bistum Dresden-Meißen und der Landesausschuss Kongress und Kirchentag in der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens laden gemeinsam ein, sich am Ökumenischen Kirchentag zu beteiligen. Ausgehend von der prozentualen Anzahl der Protestanten und der Katholiken hierzulande sowie in Anlehnung an das Motto des Bistumsjubiläums rufen sie unter der Devise „20 + 4 = 100 gute Gründe für die Ökumene“ dazu auf, zu diesem Thema kurze Videoclips zu drehen und auf www.oekt-sachsen.de hochzuladen.
Die Vorsitzenden der beiden Gremien, Martina Breyer und Dr. Ingolf Huhn, ermutigen die Gläubigen in den Pfarrgemeinden vor Ort, „den 3. Ökumenischen Kirchentag gerade unter den komplizierten Bedingungen zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen“.
Auch wenn eine direkte Beteiligung wie bei anderen Kirchentagen durch eine aktive Teilnahme und Mitgestaltung von Gruppen, Jugendlichen und Akteuren in Frankfurt/M. in diesem Jahr nicht möglich sein wird, sind traditionelle Formate wie die Bibelarbeiten, Podien und auch Workshops von zu Hause aus erlebbar. So wird eingeladen, Gottesdienste digital und per TV-Gottesdienst mitzufeiern und Kirchentag zu Hause zu erleben.
Lokal
Neben den Online-Angeboten wollen sich anlässlich des 3. Ökumenischen Kirchentags beispielsweise junge Leute aus Freiberg auch in lokaler Präsenz treffen, da Kirchentage von der Begegnung, vom Austausch und der Gemeinschaft leben. So lädt eine Projektgruppe Freiberger Christen zu einem lokalen Kirchentag jeweils um 18:00 Uhr am 14. Mai in die katholische Johanniskirche, am 15. Mai in den Dom und am 16. Mai in die Petrikirche ein. Unter Beachtung der vorgegebenen Hygieneregeln werden in Gottesdiensten die Themen des Frankfurter ökumenischen Kirchentages von christlicher Spiritualität über das Zusammenleben im 21. Jahrhunderts bis zu den Fragen des Klimawandels und der Machtstrukturen in unserer Welt verhandelt.
- Alles zur Videoaktion www.oekt-sachsen.de
- Zum digitalen Programm des Ökumenischen Kirchentages www.oekt.de
- Videoaufzeichnungen der Veranstaltungen ab dem 15. Mai auf oekt.de/Mediathek
- Zum Katholikenrat https://www.bistum-dresden-meissen.de/vielseitig-engagiert/kirchliche-gremien/katholikenrat/katholikenrat
- Zum Landesausschuss Kongress und Kirchentag www.kirchentag-sachsen.de
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.