Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Ökumenische Kurgemeinschaft in der Sächsischen Schweiz


15 Juli 2019

Sächsischer Pfarrverein: Schwerpunkt auf Kur- und Erholungsurlaube

GOHRISCH – Die Solidarkasse des Sächsischen Pfarrvereins lädt auch in diesem Jahr wieder zu Kur- und Urlaubsaufenthalten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zehn verschiedenen evangelischen Kirchen Mittel- und Osteuropas vorwiegend nach Sachsen ein.

Anfang letzter Woche begann eine dreiwöchige ökumenische Kurgemeinschaft in Gohrisch (Sächsischen Schweiz) mit zwölf Ehepaaren aus Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Die Gäste erhalten unter ärztlicher Betreuung physiotherapeutische Behandlung. Am gestrigen Sonntag stand ein Besuch in Dresden mit Teilnahme an einem Gottesdienst in der Frauenkirche auf dem Programm.

Ein gemeinsam gestalteter Gottesdienst im Rahmen eines Gemeindegottesdienstes ist auf der Festung Königstein am 28. Juli geplant. An drei Abenden erzählen die Gäste aus dem Leben ihrer Kirchen. „Dabei entsteht in den drei Wochen eine besonders herzliche Gemeinschaft, die nachwirkt“, sagt Superintendent i.R. Wolfgang Müller aus Gaußig, der als Geschäftsführer der Solidarkasse die Gäste begleitet.

Für zwei Familien aus der Ev.-Luth. Kirche im Europäischen Russland geht in Leipzig-Markkleeberg ein zweiwöchiger Urlaub zu Ende. Vom 1. bis 15. August werden acht Familien aus Lettland, Tschechien und der Slowakei nach Rathen zum Urlaub eingeladen. Darüber hinaus erholen sich über den Sommer verteilt acht Familien aus Tschechien und der Slowakei in einem kirchlichen Feriendorf am Greifswalder Bodden in Lubmin.

Häufig ist es Pfarrerinnen und Pfarrern in den mittel- und osteuropäischen Ländern aus finanziellen Gründen nicht möglich, weitere Urlaubsreisen zu unternehmen.
Die bundesweite Evangelische Partnerhilfe als auch die Solidarkasse des sächsischen Pfarrvereins helfen seit Jahren Pfarrerinnen und Pfarrern und anderen kirchlichen Mitarbeitern in den protestantischen Minderheitskirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Der hiesige Pfarrverein legt seinen Schwerpunkt auf Kur- und Erholungsurlaube von Pfarrern und deren Familien, Hilfen in Notlagen und auf die Unterstützung von Theologiestudenten.
Trotz ermutigender wirtschaftlicher Rahmendaten und den einhergehenden Entwicklungen beim Lebensstandard in den mittel- und osteuropäischen Staaten, sehen die finanziellen Verhältnisse der Mitarbeitenden in den kleinen Diasporakirchen vergleichsweise bescheiden aus.

Die kirchlichen Hilfen für Menschen dieser Regionen gehen über den engeren Kreis von kirchlichen Mitarbeitern hinaus. So lief in der zurückliegenden Passionszeit die evangelische Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ an, die ein Projekt im tschechischen Dolni Podluži unterstützt. Das Heim in Grenznähe zu Sachsen bietet für benachteiligte Mütter mit Kindern in schwierigen Lebenssituationen geschütztes Wohnen sowie umfassende Unterstützung und Förderung an. Ziel ist es, die zum Teil mittellosen Mütter und ihre Kinder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.

Ebenfalls für gemeindliche sowie für soziale Projekte engagiert sich das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen, deren Hilfen u.a. vom Kaliningrader (Königsberger) Gebiet, über Estland, Serbien bis Rumänien gehen. Durch das Werk werden auch zwischengemeindliche Kontakte begleitet und evangelische Gemeinden unterstützt.

Solidarkasse Sächsischer Pfarrverein

Ein Besuch in der Landeshauptstadt steht auch immer auf dem Programm
Kaffeetrinken bei Pfarrer i.R. Konrad Creutz in Hinterhermsdorf, der die Gruppe mitbegleitet.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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