Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Ökumenische Beziehungen in Sachsen in erfahrenen Händen
14 Juni 2024
Helena Radisch hat den Dienst als Ökumenereferentin im Landeskirchenamt begonnen
DRESDEN – Am 1. Juni 2024 hat Helena Radisch ihren Dienst als Theologische Referentin für Ökumenische Beziehungen im Landeskirchenamt in Dresden begonnen und wurde am 13. Juni im Rahmen einer Andacht in ihren Dienst eingeführt. Sie tritt die Nachfolge von Oberkirchenrat Friedemann Oehme an, der nach über 20-jähriger Tätigkeit als Ökumenereferent im Dezernat für Theologische Grundsatzfragen im Ev.-Luth. Landeskirchenamt Ende Mai in den Ruhestand getreten ist.
Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel, welcher als Dezernent für Theologische Grundsatzfragen im Landeskirchenamt in Dresden auch für die Ökumene zuständig ist, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Helena Radisch: „Mit Helena Radisch hat die Landeskirche eine engagierte und erfahrene Person für die Nachfolge von Friedemann Oehme gewonnen“. In ihrer Tätigkeit in der Arbeitsstelle Eine Welt in Leipzig und auf vielen internationalen ökumenischen Begegnungen habe sie bereits zahlreiche Erfahrungen in der Ökumene gemacht, die sie nun in die neue Tätigkeit einbringen könne. „Helena Radisch wird unsere ökumenischen Beziehungen zu Partnerkirchen auf der ganzen Welt und die Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen in Sachsen in guter Weise fortführen und mit neuen Impulsen bereichern“, so Dr. Thilo Daniel.
Als Theologische Referentin für Ökumenische Beziehungen ist Frau Radisch für die internationalen Beziehungen und Partnerschaften der sächsischen Landeskirche zuständig, unterstützt und begleitet aber auch die zahlreichen Partnerschaften von Kirchgemeinden und Kirchenbezirken. Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt wird dabei auf den Beziehungen zu den Minderheitskirchen in Mittel- und Osteuropa liegen, die sich regelmäßig zu den Christlichen Begegnungstagen Mittel- und Osteuropa treffen. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen im Freistaat Sachsen (ACK) gestaltet sie gemeinsam mit den anderen Partnern der verschiedenen christlichen Konfessionen die ökumenischen Beziehungen in Sachsen. Auch die Themen des konziliaren Prozesses, der Kontakt zur Diakonie-Katastrophenhilfe sowie die Hilfsaktion „Hoffnung für Osteuropa“ gehören zu ihrem Aufgabengebiet. Zudem wird sie eng mit dem Leipziger Missionswerk, der Arbeitsstelle Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung sowie dem Gustav-Adolf-Werk Sachsen zusammenarbeiten und die kirchliche Arbeit mit Spätaussiedlern weiterführen.
Helena Radisch
Helena Radisch (geb. Funk) ist bereits zuvor in der sächsischen Landeskirche für die Ökumene aktiv gewesen. Von 2021 bis Ende Mai 2024 war sie als Beauftragte der Landeskirche für den Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED) bei der Arbeitsstelle „Eine Welt“ tätig. In dieser Funktion war die Sozialwissenschaftlerin und Theologin Ansprechpartnerin für Kirchgemeinden, Kirchenbezirke und Ausbildungsstätten der Landeskirche. Sie begleitete kirchliche Partnerschaften mit den Ländern des Globalen Südens und unterstützte bei der Verankerung von Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Neben der entwicklungspolitischen Fachberatung von Gemeinden und Partnerschaftsgruppen vertrat sie die Landeskirche in den Gremien des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED). In der 2024 neu eröffneten Arbeitsstelle für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung in Leipzig war sie für den Bereich „Gerechtigkeit“ zuständig. Gemeinsam mit den Beauftragten für Frieden und Schöpfungsverantwortung brachte sie Ziele des Konziliaren Prozesses in die aktuellen Diskussionen ein und ist auch ist auch in die Veranstaltung „Hoffnung für die Erde leben“ zum diesjährigen Jubiläum 40 Jahre Konziliarer Prozess aktiv eingebunden.
Helena Radisch, die in Nordfriesland geboren wurde und seit 2016 in Leipzig zu Hause ist, verfügt über zahlreiche Erfahrungen in der entwicklungspolitischen Arbeit. Nach einem einjährigen Freiwilligendienst in Ostafrika war sie auch während ihres Studiums der African Studies, Wirtschaftswissenschaften und der Theologie vielfältig entwicklungspolitisch aktiv. Frau Radisch hatte an den Vollversammlungen des Lutherischen Weltbundes (LWB) als Jugenddelegierte in Namibia (2017) sowie als sächsische Delegierte an der letzten Vollversammlung des LWB in Krakau (2023) teilgenommen.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.