Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Nizäa-Ikone macht Halt in Sachsen


21 Mai 2025

Jubiläumstag in Erinnerung an die Eröffnung des 1. Ökumenischen Konzils

EHRENFRIEDERSDORF – Die sogenannte Nizäa-Ikone macht auf ihrer Pilgerreise durch Deutschland am Sonntag Rogate, 25. Mai, Station in der Stadtpfarrkirche St. Niklas in Ehrenfriedersdorf. Unter den 37 Stationen in elf Bundesländern ist in diesem Jahr der Erzgebirgsort der einzige Halt in Sachsen. Die von einer Griechisch- Orthodoxen Gemeinde in Berlin für die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) in Auftrag gegebene Ikone wird im Jubiläumsjahr ‚1700 Jahre Glaubensbekenntnis von Nizäa‘ in Gottesdiensten, Andachten, Tagungen, Konzerten und Empfängen meist im Zusammenhang mit orthodoxen Gemeinden in Deutschland gezeigt.

Das ausgerechnet am Jubiläumstag in Erinnerung an die Eröffnung des 1. Ökumenischen Konzils in Nizäa (25. Mai 325) diese neuangefertigte Ikone in einer evangelischen Kirche zu sehen sein wird, ist auch dem Patronatsnamen der Kirche geschuldet. Die Namen St. Niklas oder Nikolai gehen auf den Bischof Nikolaus aus Myra zurück, der nach zeitgenössischen Quellen zufolge am ersten ökumenischen Konzil der Kirchengeschichte teilgenommen haben soll. Der Heilige Nikolaus wird vor allem in den Ostkirchen verehrt und in den mittelalterlichen Städten auch in Deutschland als Namenspatron für Kirchen populär.

In diesem Jahr feiert die St. Niklaskirche in Ehrenfriedersdorf mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 725. Kirchweihfest. Der Ökumenische Wortgottesdienst am 25. Mai um 14:00 Uhr ist Teil davon. Unter den ökumenischen Gästen wird auch Vikarbischof Emmanuel Christoupolis aus Berlin sein, der die Nizäa-Ikone mitbringen wird und im Gottesdienst predigt. Diese Ikone der Berliner Kirchengemeinde „Himmelfahrt des Herrn“ der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland, die anlässlich des Nizäa-Jubiläums angefertigt wurde, ist ein Werk der Ikonenmalerin Elena Voutsina aus Thessaloniki.

Für Ortspfarrer Falk Klemm beziehe sich das Jubiläum auf die antike Stadt Nicäa (heute Iznik) in der heutigen Türkei. Das erste christliche ökumenische Konzil sei 325 n.Chr. von Kaiser Konstantin mit dem Ziel einberufen worden, eine Art dogmatischen Frieden zu erreichen, der die Einheit zwischen den verschiedenen Zweigen des jungen Christentums ermöglichen würde. Die Festlegungen auf dem damaligen Konzil seien mit Blick auf die Einheit, Vielfalt und den gemeinsamen Glauben richtungsweisend für die Entwicklung der Kirche gewesen, so Pfarrer Klemm. Noch heute seien die Beschlüsse des Konzils über die Konfessionsgrenzen hinweg Ankerpunkte christlicher Theologie. „Überall auf der Welt wird das Nicänischen Glaubensbekenntnis gebetet“, sagt der Pfarrer.

Tags darauf wird am Montag, 26. Mai, um 19:30 Uhr zu einem Gemeindeabend eingeladen, in dem Pfarrer Sebastian Schurig über das Nicänum sprechen wird.

Stadtkirche St. Niklas und Ökumenischer Gottesdienst

Weitere Informationen über die ACK

Der Heilige Nikolaus von Myra schlägt Arius. (Unbekannter Maler). Public Domain https://greekreporter.com/2024/12/24/real-face-santa-claus-saint-nicholas-recreated/
Nizäa-Ikone 2025 - Zeitgenössisch, gemalt Anastasios Voutsinas und Eleni Voutsina, Thessaloniki 2024 (Foto: ©Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Christi Himmelfahrt zu Berlin)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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