Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Nicht dankbar sein für die gleichen Rechte!


10 Nov. 2024

Frauennetzwerk des Lutherischen Weltbundes

von Kathrin Wallrabe

DRESDEN | GENF - Frauen aus Österreich, Frankreich, Italien, Niederlanden, Deutschland und Brasilien trafen sich unter der Leitung von Kathrin Wallrabe (Radebeul), Regionalkoordinatorin des Frauennetzwerks WICAS Zentral- und Westeuropa, zu ihrer Konferenz vom 21. bis 23. Oktober 2024 in Genf und diskutierten über die neue Strategie des LWB: „Mission bedeutet Hoffnung weiterzugeben, die Kirchen und Menschen darin bestärkt, in der Welt einen positiven Unterschied zu machen.“ So konnten wir es beim Besuch im Büro des LWB erfahren, wo wir u.a. von Generalsekretärin Dr. Anne Burghardt und Astrid Kleist, Geschäftsführerin des DNK, empfangen wurden.

Was bedeutet Mission aus frauenpolitischer Sicht in der Kirche und in Europa heute? Hoffnung ist eine Frage der Haltung. Verschiedene Feststellungen, die sich an der Hoffnung auf eine gerechtere Welt ohne Gewalt orientieren, klingen einfach und selbstverständlich.  Beispielsweise stellen wir fest: Gleichstellung ist Normalität, fehlende Gleichstellung ist Sünde. Jeder Leib wird von Gott geliebt. Frauen- und Genderthemen müssen sichtbar sein. Gewalt gegen Frauen ist unakzeptabel. Und Gleichberechtigung verändert die Kirchen und die Welt. Die Reformation geht weiter: Wir geben unsere Ideale, unseren Glauben an die nächste Generation weiter, gespiegelt an den aktuellen Entwicklungen in der Welt.

Zu Gast auf unserer Tagung war Prof. Elisabeth Parmentier, Dekanin am Lehrstuhl für Praktische Theologie der Universität Genf. Wir diskutierten die neue Strategie insbesondere unter dem Aspekt verantwortungsbewusste Theologie:

„Eine Theologie auf dem Fundament der Rechtfertigung durch den Glauben widersetzt sich allen Versuchen, Religion für politische Interessen zu instrumentalisieren, und allen Ideologien. Die Ungerechtigkeit schaffen, die die Gleichheit von Frauen und Männern in Frage stellen und zu Gemeinschaften führen, die ausgrenzen oder vor der Welt fliehen möchten.“*
Diese Gedanken möchten wir gern in unseren Mitgliedskirchen teilen und debattieren.

*LWB-Strategie 2025- 2030; Seite 14

Weitere Informationen über die LWB-Strategie 2025–2031.

Aktuell LWB 11.11.24: Europa - Frauen in Kirche und Gesellschaft stärken

 

(l.) Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt und Kathrin Wallrabe daneben

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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