Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neujahrstag in Sachsens Kirchen


30 Dez. 2019

„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebr. 13,8) 

DRESDEN - Die letzten Andachten am Altjahresabend werden in das Neujahrsgeläut der rund 3.600 Glocken sächsischer Kirchen übergehen. Neben den Hoffnungen und Erwartungen für das Neue Jahr ist den vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken, die in den Adventsveranstaltungen, Vespern, Gottesdiensten und Konzerten für das sichere und gute Gelingen gesorgt haben. So ist gerade das traurige und verstörende Ereignis im Kirchgemeindehaus in Aue am Heiligen Abend Anlass, auch auf die unzähligen friedvollen Feiern in Kirchen, in diakonischen und anderen Einrichtungen zu schauen und seitens der Landeskirche dem liebevollen Engagement der Mitarbeitenden ein „Dankeschön!“ zu sagen.  

Gottesdienst zum Jahresanfang 

Die Neujahrsgottesdienste am Mittwoch, 1. Januar 2020,  finden entweder zur gewohnten Zeit am Vormittag, wie u.a. in den erzgebirgischen Orten Annaberg-Buchholz, Marienberg und Scheibenberg, oder, am Nachmittag oder Abend statt. Meist nehmen die Gottesdienste Bezug auf die Jahreslosung 2020: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24)  

So auch im Neujahrsgottesdienst der Dresdner Frauenkirche um 10:15 Uhr, in dem Präses Dr. h.c. Annette Kurschus, leitende Geistliche der Evangelischen Kirche von Westfalen, zur Jahreslosung predigen wird. Die Liturgie gestaltet Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke. Ebenso wirkt Ahmad Mesgarha mit, der zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden gehört. Der Kammerchor der Frauenkirche und das ensemble frauenkirche dresden begleiten dabei den Neujahrsgottesdienst musikalisch. Traditionell wird dieser Gottesdienst live im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) ausgestrahlt.  

In Leipzig wird im Universitätsgottesdienst um 11:00 Uhr im Paulinum – Aula, Universitätskirche St. Pauli auch die benachbarte Nikolaikirchgemeinde zu Gast sein. Im Predigtgottesdienst mit Prof. Dr. Rüdiger Lux singt die Leipziger Universitätskantorei unter Leitung von UMD Prof. David Timm. Gemeinsam mit dem Pauliner Barockensamble wird die vierte Kantate aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach aufgeführt. In Chemnitz treffen sich die Innenstadtgemeinden um 17:00 Uhr in der St. Jakobikirche zu einem Abendmahlsgottesdienst mit Superintendent Frank Manneschmidt und Kantor Steffen Walther (Orgel). Im erzgebirgischen Aue wird um diese Zeit in der St. Nicolaikirche ein gemeinsamer Sakramentsgottesdienst zur Begründung des neuen Schwesterkirchverhältnisses gefeiert.  

Neujahrskonzerte 

Mit einem Feuerwerk festlicher Musik für fünf Trompeten und Orgel eröffnen am Neujahrstag um 16:00 Uhr Kantorin Daniela Vogel und das Dresdner TrompetenQuintett nun schon zum siebten Mal das musikalische Jahr in der St. Johanniskirche Bad Schandau. Die Künstler wollen erneut hunderte von Zuhörern mit den traditionell dargebotenen Werken u.a. von Marc-Antoine Charpentier („Prelude“) und Edward Elgar (Pomp and Circumstance March No. 1) verzaubern.  

Ebenfalls um 16:00 Uhr wird in einem Musikalischen Gottesdienst in der St. Andreaskirche Chemnitz-Gablenz Kantor Sebastian Schilling als Kirchenmusiker für das Schwesterkirchverhältnis St. Andreas - St. Markus - Trinitatis eingeführt. In der Chemnitzer Lutherkirche gibt es um 17:00 Uhr ein Orgelkonzert zum Neuen Jahr "„...à la française" mit Werken von Eugène Gigout, César Franck, Alexandre Guilmant und Louis Lefefébure-Wély, gespielt von Marko Koschwitz (Orgel). 

In Dresden beginnt das Konzertgeschehen zu Neujahr um 16:00 Uhr in der Michaelskirche in Dresden-Bühlau mit Gudrun Strohhäcker (Flöte) und Prof. Martin Strohhäcker (Orgel). Um 17:30 Uhr gibt es in der Loschwitzer Kirche ein Orgelkonzert mit Christian Thiele und um 18:30 Uhr auf der anderen Seite der Elbe im Blasewitzer Gemeindehaus Lieder, Chansons und Weltmusik mit Ute und Andreas Zöllner.

Am Abend heißt es in der St. Annenkirche um 19:30 Uhr „Italienische Festlichkeiten“ mit Werken von A. Corelli, A. Scarlatti, F. Geminiani und dem B. Galuppi Collegium 1704 & Collegium Vokale 1704 unter Leitung von Vaclav Luks. Das traditionelle Neujahrskonzert in der Frauenkirche beginnt 20:30 Uhr mit Georg Friedrich Händels »Der Messias« (Oratorium in englischer Sprache) mit Solisten, den Hallenser Madrigalisten, den Virtuosi Saxoniae unter Leitung von Ludwig Güttler. 

In der Kirche von Panitzsch bei Leipzig erklingt um 15:00 Uhr ein festliches Konzert mit Trompete und Orgel, bevor in der Leipziger Peterskirche um 17:00 Uhr das „New Year Concert“ mit dem South Coast Youth Symphony Orchestra (USA) beginnt.
Zur gleichen Zeit werden traditionell in der Thomaskirche aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium die Kantaten 4-6 mit Solisten, dem Bach Consort Leipzig unter Leitung von Gotthold Schwarz aufgeführt.
In Zwickau wird in der Pauluskirche um 17:00 Uhr die Bachkantate „Fallt mit Danken“ aus dem Weihnachtsoratorium von Solisten, dem Kammerorchester des Robert-Schumann-Konservatoriums und der Kantorei und Jugendchor unter Leitung von Matthias Grummet aufgeführt. 

In den Tagen bis Epiphanias 

Bis zum Epiphanias-Fest (Dreikönigstag) am 6. Januar finden noch weitere Weihnachtskonzerte und Konzerte zum Jahresanfang statt. Auch die zu Weihnachten aufgeführten Krippenspiele sind vielfach in den Tagen nach Neujahr erneut zu sehen. Gleich mehrere Choreographien von Krippenspielen können am 4. Januar im „Krippival“ zur 13. Lange Nacht der Krippenspiele erlebt, begutachtet und bewertet werden. Ab 13:00 Uhr stellen sich die sächsischen Krippenspieler in der Dresdner Versöhnungskirche (Schandauer Str. 35) vor.

Am selben Abend um 18:00 Uhr erklingt in Chemnitz die Jakobivesper in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi mit den acht jungen Sängern der Vokalgruppe ‚VIP - Kruzianer meet Thomaner‘.  

Am 2. Sonntag nach dem Christfest, 5. Januar, wird in der Dresdner Kreuzkirche um 9:30 Uhr im Sakramentsgottesdienst zu Epiphanias die Weihnachtshistorie von Arnold Melchior Brunckhorst mit Solisten, dem Barockorchester der Kreuzkirche Dresden auf historischen Instrumenten unter Leitung von Kreuzorganist Holger Gehring aufgeführt.
In Chemnitz-Glösa findet um 10:00 Uhr ein Vereinigungsgottesdienst von drei Kirchgemeinden statt.
Ebenfalls am 5. Januar beginnt in Leipzig die Ökumenische Bibelwoche 2020 unter dem Motto „ Vergest nicht…“ zu Texten aus dem 5. Buch Mose.    

EPIPHANIAS-Fest (Dreikönigstag) 

Der Dreikönigstag am 6. Januar ist ein christlicher Feiertag, der in diesem Jahr auf einen Montag fällt. In drei anderen Bundesländern (u.a Sachsen-Anhalt) ist er ein staatlich geschützter arbeitsfreier Feiertag. In Sachsen wird die beginnende Epiphaniaszeit mit Gottesdiensten und Andachten am Nachmittag oder Abend begangen. Häufig finden an den Wochenenden noch Krippenspiele und Konzerte mit Aufführungen der letzten beiden Teile des Weihnachtsoratoriums statt. Die Orthodoxie feiert an diesen Tagen ihr Weihnachtsfest. 

Am Epiphaniasfest wird die landeskirchliche Kollekte in den gottesdienstlichen Veranstaltungen für das Evangelisch-Lutherische Missionswerk Leipzig gesammelt. Einige Kurrenden in Sachsen ziehen am Dreikönigstag singend von Haus zu Haus und sammeln Geld für ein Projekt des Leipziger Missionswerks. Im Rahmen der ‚Aktion Dreikönigstag 2020‘ sollen die Spenden wieder indischen Kindern zugutekommen.

Jahreslosung 2020: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24)
Festliche Musik für fünf Trompeten und Orgel
Vielfalt der Flöten mit Martin und Gudrun Strohhäcker
5. Januar 2020, 18:00 Uhr in der Dresdner Lukaskirche
Die Weisen aus dem Morgenland auf dem Weg

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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