Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neuer Vorstand bei Frauenkirchen-Fördergesellschaft


28 Okt. 2018

Dank und Ehrung für langjährigen Vorsitzenden

DRESDEN – Als geistlicher Höhepunkt der Frauenkirchen-Festtage wurde am heutigen Sonntag, 28. Oktober, in Dresden mit Landesbischof Dr. Carsten Rentzing, Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke und Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt der Gottesdienst zum 12. Kirchweihfest gefeiert. Dem neuen Ehrenvorsitzenden der Fördergesellschaft Frauenkirche, Prof. Ludwig Güttler, wurde für sein langjähriges Engagement für den Wiederaufbau der Frauenkirche gedankt und der Landesbischof sprach ihm für seinen weiteren Lebensweg den Segen zu.

Tags zuvor am 27. Oktober hatte die jährliche Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. stattgefunden, in der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Nach nahezu 30 Jahren als Sprecher der Bürgerinitiative für den Wiederaufbau der Frauenkirche und als Vorsitzender der Fördergesellschaft trat Prof. Güttler nicht mehr zur Wahl an.

„Ich habe meine Tätigkeit ohnehin als zeitlich begrenzt und dienend verstanden und ich bin dankbar dafür, dass diese Aufgabe für mich bereitstand. Ich werde der Frauenkirche weiter verbunden bleiben und meine Möglichkeiten für sie einsetzen, so beispielsweise bei der Mitglieder- und Spendenwerbung, bei der Weihnachtlichen Vesper und beim Dresdner Gedenkweg.“ so Güttler. Für seine herausragenden Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

In Abstimmung mit dem Vorstand hatte Güttler Kandidaten für den neuen Vorstand vorgeschlagen. Er bittet darum, dem neuen Vorstand das Vertrauen zu schenken und ihn zu unterstützen. Der frühere Landesbischof Jochen Bohl und Heiko Günther sind neu im Vorstand dabei. Die Mitgliederversammlung hat zu Vorstandsmitgliedern gewählt:

- Otto Stolberg-Stolberg, Vorsitzender

- Jochen Bohl, Landesbischof i. R., 1. stellv. Vorsitzender

- Dr. Stefan A. Busch, 2. stellv. Vorsitzender

- Ulrich Blüthner-Haessler, Schatzmeister

- Gunnar Terhaag, Schriftführer

- Martina de Maizière, erweiterter Vorstand

- Heiko Günther, erweiterter Vorstand

Der neue Vorsitzende Otto Stolberg-Stolberg lebt in Dresden und arbeitet als Rechtsanwalt. Er ist verheiratet und hat vier Kinder sowie zwei Enkelkinder. Bereits seit 18 Jahren engagiert er sich im Vorstand der Fördergesellschaft, zuletzt als Ludwig Güttlers Stellvertreter.

„Ich danke den Mitgliedern für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf die neue Aufgabe. Wir sind diejenigen, die den Wiederaufbau der Frauenkirche initiiert haben. Deshalb fühlen wir uns verantwortlich, dabei mitzuhelfen, das Bauwerk zu erhalten und die Frauenkirche mit Leben zu erfüllen. Dafür und für die programmatische Arbeit in der Frauenkirche sammeln wir Unterstützer und Spenden. Als Veranstalter der Weihnachtlichen Vesper an jedem 23. Dezember sind wir für den größten regelmäßig unter freiem Himmel stattfindenden Gottesdienst in Deutschland selbstständig verantwortlich. Außerdem führt die Fördergesellschaft in eigener Verantwortung und Finanzierung das stille Gedenken am 13. Februar durch. Die Leistungen von Ludwig Güttler in den letzten 30 Jahren sehen wir als Verpflichtung an, die Unterstützung der Frauenkirche fortzusetzen.“ so Stolberg-Stolberg.

Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V.

Vorstandsmitglied Martina de Maizière gratuliert Herrn Prof. Ludwig Güttler zu Ehrenvorsitz
Vorstandsmitglied Martina de Maizière gratuliert Herrn Prof. Ludwig Güttler zu Ehrenvorsitz
Otto Stolberg-Stolberg, der neue Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V.
Otto Stolberg-Stolberg, der neue Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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