Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neuer Vorsitz im Pfarrerverband kommt aus Sachsen


26 Sept. 2023

Berufsverband für den Pfarrdienst für etwa 20.000 Pfarrerinnen und Pfarrer

HOFGEISMAR I DRESDEN - Die Mitgliederversammlung des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. hat am 25. September 2023 in Hofgeismar für die nächsten sechs Jahre einen neuen Vorstand gewählt. Die 90 Delegierten der 20 Mitgliedsvereine wählten dabei den Dresdner Pfarrer Eckehart Möller (60) zum Vorsitzenden ihres Verbandes. Pfarrer Möller folgt damit auf Pastor Andreas Kahnt, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, der das Amt 2014 übernahm.

Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte gratulierte Eckehard Möller zu seiner Wahl und wünschte ihm für das neue Amt Gottes Segen. „Ich freue mich, dass mit Eckehard Möller ein engagierter sächsischer Pfarrer in den nächsten Jahren die Vertretung der Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland übernehmen wird.“, sagt sie. Als Vorsitzendes der sächsischen Pfarrervertretung habe er die Anliegen der Pfarrerinnen und Pfarrer zum Wohle der ganzen Kirche ins Gespräch gebracht und vertreten. 

Nach seiner Wahl kündigte Möller an, er wolle den Zusammenhalt unter den Vereinen in den einzelnen Landeskirchen stärken und den inhaltlichen Ausgleich zwischen unterschiedlichen Standpunkten bei gleichzeitig klarer Positionierung suchen. „Eines meiner zentralen Ziele ist die Stärkung des Verbandes in der öffentlichen Wahrnehmung, gerade auch als berufsständische Vertretung gegenüber der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“, betonte Möller in Hofgeismar. Ihn faszinierten die unterschiedlichen Traditionen und Gottesdienstformen innerhalb der deutschsprachigen evangelischen Kirchen. Eine wichtige Aufgabe des Verbandes sei zudem „Orientierungshilfe in Zeiten eines sowohl gefühlten als auch tatsächlichen Bedeutungsrückgangs der Kirchen, und damit auch unseres Berufsbildes als Pfarrer*innen“ zu geben, so Möller, der als Vorsitzender des Verbandes Verlässlichkeit und Verbindlichkeit als wichtige Elemente einer erfolgreichen Amtsführung bezeichnete.

Möller übernimmt das neue Amt als Verbandsvorsitzender ab November 2023. Auch wenn er zum selben Zeitpunkt seine Pfarrstelle im Kirchspiel Dresden-Neustadt verlässt, bleibt Eckehart Möller weiter Pfarrer der sächsischen Landeskirche und wird neben seinem Amt als Verbandsvorsitzender Aufgaben im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz übernehmen.

Zur Person:

Pfarrer Eckehard Möller, geb. 1963 in Dresden, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ist er seit 2010 Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Dresden. Zuvor war er nach dem Abitur in Dresden Bauhilfsarbeiter mit Qualifizierung zum Zimmermann. 1986 begann er ein Theologie-Studium an der (damals noch Karl-Marx-) Universität Leipzig, das er 1991 mit dem Diplom abschloss. Nach dem Vikariat wurde Möller 1993 in seine erste Pfarrstelle in Höckendorf im Osterzgebirge ordiniert.

Seit 1995 ist Möller Mitglied in der Sächsischen Pfarrervertretung, seit 2020 Vorstandsmitglied im Sächsischen Pfarrverein (SPV) und seit 2021 zudem SPV-Vorstandsvorsitzender und damit zugleich Vorsitzender der Pfarrervertretung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Möller arbeitet bereits in der Vorsitzenden- Konferenz des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland sowie in der Konferenz der Pfarrervertretungen sowie der Fuldaer Runde mit und war bei der Vorbereitung und Durchführung des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertages in Leipzig 2022 maßgeblich beteiligt.

Hintergrund: Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e. V.

Der Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e. V. ist der Berufsverband für den Pfarrdienst innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ihm gehören etwa 20.000 Pfarrerinnen und Pfarrer in 20 Mitgliedsvereinen an. Ziel des Verbandes ist, die Gemeinschaft unter den Pfarrerinnen und Pfarrern über die Grenzen der Landeskirchen hinaus zu stärken, den theologischen Austausch zu fördern und die Interessen der Pfarrerinnen und Pfarrer gegenüber den Kirchenleitungen zu vertreten.

Zur Webseite des Pfarrverbandes.

Pfarrer Eckehard Möller (Dresden)

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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