Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
Bereich
Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
Bereich
Neuer Superintendent im Kirchenbezirk Aue
30 Sept. 2025
Einführung von Pfarrer Markus Pührer am 1. März in St. Nicolai
DRESDEN | AUE – Markus Pührer (52), Pfarrer in der Kirchgemeinde Mülsen im Kirchenbezirk Zwickau, wird neuer Superintendent des Kirchenbezirkes Aue. Nach der Wahl durch die Kirchenbezirkssynode des Kirchenbezirkes Aue am 15. August 2025 und dem Votum des Verbundausschusses der St.-Nicolai-Kirchgemeinde Aue und ihrer Schwesterkirchgemeinden erfolgte am 26. September 2025 die Ernennung durch die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche. Pührer übernimmt das Superintendentenamt in Nachfolge von Dieter Bankmann, der im Juli 2024 in den Ruhestand verabschiedet worden war.
Seinen Dienst als Superintendent des Kirchenbezirkes Aue tritt Pfarrer Markus Pührer am 1. März 2026 an. Die offizielle Einführung als Superintendent erfolgt durch Landesbischof Tobias Bilz in einem Gottesdienst am 1. März 2026 um 14.00 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche in Aue.
Zur Person:
Markus Pührer wurde 1973 im damaligen Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren. Nach seiner Schulzeit und dem Abitur begann er 1991 zunächst eine Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologieassistenten und im Herbst 1992 ein Medizinstudium in Jena, bevor er 1993 zum Theologiestudium wechselte. Von 1993 an studierte er in Halle (Saale) und Leipzig Evangelische Theologie.
Nachdem er im Jahr 2000 das Studium mit der 1. Theologischen Prüfung abgeschlossen hatte, arbeitete er zunächst für neun Jahre als Gemeindepädagoge in Leukersdorf. In den ersten beiden Arbeitsjahren absolvierte er berufsbegleitend eine Ausbildung zum Gemeindepädagogen am Pädagogisch-Theologischen Institut Drübeck.
Nach der erfolgreichen Bewerbung für den Vorbereitungsdienst begann Pührer 2009 sein Vikariat in der St.-Petri-Schloßkirchgemeinde in Chemnitz, das er 2011 mit dem 2. Theologischen Examen abschloss. Den sich daran anschließenden dreijährigen Probedienst absolvierte er in der Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter. Seit 2014 ist Markus Pührer Pfarrer in der Kirchgemeinde Mülsen, wo er nach der Vereinigung der Kirchgemeinden im Mülsengrund zur Ev.-Luth. Kirchgemeinde Mülsen seit Januar 2018 auch die Pfarramtsleitung innehat.
Zum Wahlverfahren für das Superintendentenamt
Der Wahlvorschlag wird nach dem Ende der Bewerbungsfrist von einer Findungskommission der Kirchenleitung auf Grundlage der eingegangenen Bewerbungen und der durch sie geführten Bewerbungsgespräche erarbeitet. In der Findungskommission wirken neben dem Landesbischof fünf Mitglieder der Kirchenleitung sowie zwei Vertreter des jeweiligen Kirchenbezirkes mit.
Nach der Wahl durch die Kirchenbezirkssynode sowie unter Berücksichtigung des Votums der Ortsgemeinde fällt es in die Zuständigkeit der Kirchenleitung, unter Beachtung des Wahlvotums des Kirchenbezirkes, eine neue Superintendentin oder einen Superintendenten für den Kirchenbezirk zu ernennen. Mit der Ernennung durch die Kirchenleitung ist der gewählte Kandidat oder die gewählte Kandidatin für das Superintendentenamt benannt.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.