Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neuer Superintendent für den Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz


12 März 2019

Einführung von Tilmann Popp am 25. August in Bautzen

DRESDEN | BAUTZEN – Der Dresdner Studierendenpfarrer Tilmann Popp (53) wird Superintendent des Kirchenbezirkes Bautzen-Kamenz. Nach der Wahl im Kirchenbezirk am 1. Februar 2019, dem Votum der Ortsgemeinde und der Ernennung durch die Kirchenleitung der sächsischen Landeskirche am letzten Freitag, 8. März, tritt er Anfang September 2019 die Nachfolge von Werner Waltsgott an. Nach gut achtjähriger Amtszeit wird dieser am 19. Mai um 14:00 Uhr im Bautzner St.-Petri-Dom in den Ruhestand verabschiedet.

Nach der dienstlichen Verpflichtung durch den Präsidenten des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, erfolgt die Einführung von Tilmann Popp durch Landesbischof Dr. Carsten Rentzing am 25. August um 14:00 Uhr im Bautzner St.-Petri-Dom statt. Popp ist seit acht Jahren Pfarrer in der Studentengemeinde Dresden. Davor war er zehn Jahre Pfarrer in Stolpen im Kirchenbezirk Pirna.

Tilmann Popp  wurde 1966 in Bamberg geboren und absolvierte nach der Schulzeit zunächst eine Berufsausbildung zum Fernmeldemechaniker. Er besuchte dann berufsbegleitend die Fachoberschule, bevor er 1988 den Zivildienst in einer sozialen Einrichtung in Bamberg antrat.

1990 entschied er sich für ein Studium der Evangelischen Theologie. Nach dem Studium in Leipzig, Wien und Halle begann er 1998 den Vorbereitungsdienst (Vikariat) in der sächsischen Landeskirche und wurde nach seinem 2. Theologischen Examen im Jahre 2000 in die Kirchgemeinde Stolpen mit den Schwesterkirchgemeinden Helmsdorf, Altstadt und Langenwolmsdorf entsandt. 2010 wurde er zum Studierendenpfarrer in Dresden berufen.

Neben Aus- und Fortbildungen in den Bereichen Personalplanung, Organisationsentwicklung und Supervision war er Mitglied der 25. und 26. Landessynode und ist seit 2011 Vorsitzender im Kuratorium des sozialdiakonischen Vereins „Projekt Leben e.V.“ sowie als Gemeindeberater in Kirchgemeinden und Organisatoren aktiv. Seit 2015 ist er Mitglied des Kirchenbezirksvorstandes Dresden Mitte.
Tilmann Popp ist verheiratet und hat drei Kinder.

Tilmann Popp

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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