Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neuer Podcast »Echt jetzt!?« mit Landesbischof Tobias Bilz startet


02 März 2026

Folge 1: »Klarheit oder Aushalten – Wenn Meinungen aufeinanderprallen.«

Am heutigen 2. März 2026, 20 Uhr, erscheint erstmals der neue Podcast »Echt jetzt!?« – im Gespräch mit Tobias Bilz. In dem viermal jährlich geplanten Format spricht Tobias Bilz mit der Rundfunkbeauftragten Mira Körlin direkt aus der Bischofskanzlei im Dresdner Haus an der Kreuzkirche.

Der Titel des Podcasts ist dabei bewusst gewählt: »Echt jetzt!?« ist eine Formulierung, die Tobias Bilz selbst häufig nutzt. Zugleich steht sie programmatisch für das Anliegen des neuen Angebots. Es geht um Echtes, Unverfälschtes und um Fragen und Themen im Hier und Jetzt – aus Kirche und Gesellschaft und beruhend auf dem christlichen Glauben.

Der Podcast wird als Video auf dem YouTube-Kanal der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens sowie als Audio auf der Streamingplattform Spotify veröffentlicht. Einzelne Szenen werden ausgekoppelt und finden sich auch in den sozialen Netzwerken wie bspw. dem Instagram-Kanal des Landesbischofs.

Landesbischof Tobias Bilz erklärt dazu: »Ich suche gern den Austausch, und bin selbst immer wieder auf der Suche. Deshalb freue ich mich sehr über diese neue Möglichkeit, Gemeindeglieder und Interessierte an meinen Gedanken, Fragen und Erfahrungen teilhaben zu lassen.« Auch Rundfunkbeauftragte Mira Körlin sieht in dem neuen Format eine zeitgemäße Möglichkeit kirchlicher Kommunikation: »Rundfunkarbeit bezieht sich längst nicht mehr nur auf klassische Medien wie das Radio. Für die Kirche gilt es, sich in den heute verfügbaren medialen Räumen verantwortungsbewusst, glaubwürdig und dialogisch zu äußern. ‚Echt jetzt!?‘ ist dafür ein passendes Format.«

Die erste Folge steht unter dem Motto: »Klarheit oder Aushalten – Wenn Meinungen aufeinanderprallen.«

Im vergangenen Jahr hatte Landesbischof Bilz regelmäßig in kurzen Videos den Wochenspruch ausgelegt. In den »Gedanken im Gehen« berichtet er selbst von Terminen und Begegnungen im Rahmen seines bischöflichen Amtes.

Kanäle von Landesbischof Bilz:

Die Rundfunkbeauftragte im Gespräch mit dem Landesbischof
Landesbischof Tobias Bilz (r.) im Gespräch mit Mira Körlin

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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