Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neuer Anlauf zu alten Freunden


06 Juli 2022

Gustav-Adolf-Werk in Sachsen besucht Projektpartner in Schlesien

DRESDEN – Elf Mitglieder, Vorstandsmitglieder und Mitarbeiterinnen des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen (GAWiS), machen sich am 8. Juli 2022 in zwei Kleinbussen zu einer viertägigen Niederschlesien-Reise auf den Weg. Durch das Treffen mit Pfarrern und Gemeindegliedern vor Ort soll die Verbindung mit den kleinen Diasporakirchen in Polen gepflegt werden. „Wir möchten unseren Projektpartnern nach der Corona-Unterbrechung der letzten zwei Jahre wieder direkt begegnen und die Entwicklung von Projekten verfolgen“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Arndt Haubold zum Ziel der Reise.

Nach einer Zwischenstation in Bogatynia (Reichenau) ist in Lubań (Lauban) zunächst die Besichtigung der evangelischen Frauenkirche und der Gemeinderäume geplant. Die Sanierung der Kirche und Gemeinderäume unterstützte das GAWiS über viele Jahre. Durch die Sicherung der Eigenanteile der Gemeinde konnte diese zudem weitere Förderungen erhalten. Auch in Legnica (Liegnitz), der nächsten Station, hat das GAWiS in mehreren Schüben geholfen, das 1945 enteignete Pfarrhaus, das die Gemeinde unlängst zurückerwerben konnte, zu sanieren.

In Wrocław (Breslau) besichtigen die Reisenden u.a. die Synagoge, die Magdalenen- sowie die evangelische Christophorikirche. Im Pfarrhaus an der Christophorikirche entstand mit sächsischer Hilfe eine Gemeindeküche. Im Dachgeschoss des Pfarrhauses an der Gustav-Adolf-Kirche in Breslau-Zimpel unterstützte das GAWiS die Einrichtung von Gästezimmern. Auch die Kirche steht auf dem Programm.

Am 10. Juli predigt Dr. Arndt Haubold im Gottesdienst in der Breslauer Christophorikirche, bevor die Reise weiter nach Bełchatów (Belchental) führt. 1985 kaufte die wachsende reformierte Gemeinde dort mithilfe des GAW ein Haus in der Innenstadt, um es als Gemeindezentrum zu nutzen. In den Räumlichkeiten werden Kinder und Familien sozial und diakonisch betreut. Nach 20 Jahren Nutzung gibt es nun Sanierungsbedarf. Dieses Vorhaben ist eines der Leitprojekte des GAWiS in diesem Jahr.

Mit Vorstandsmitglied Fabian Brüder nimmt auch der Pastor der Evangelisch-reformierten Gemeinde zu Dresden an der Reise teil. "Das Projekt in Bełchatów ist mir ein besonderes Anliegen, da ich die Evangelisch-reformierte Kirche in Polen in persönlichen Kontakten als eine wichtige Stimme im ökumenischen Kontext Polens erlebt habe. Sie leistet in ihrer schwierigen Minderheitensituation wichtige Arbeit - wie zum Beispiel im Gemeindehaus in Bełchatów mit dem dort beheimateten städtischen Sozialhilfezentrum MOPS und dem Therapie- und Prophylaxezentrum. Ich freue mich auf das Zusammentreffen mit unseren evangelisch-reformierten Partnern", sagt er. 

Nach einer weiteren Übernachtung in Breslau treten die Mitreisenden am 11. Juli den Rückweg an. Unterwegs ist der Besuch von Grenz- und Zufluchtskirchen geplant, um mehr über die Geschichte des evangelischen Glaubens im heutigen katholischen Polen zu erfahren.

Hintergrund

Als Diaspora-Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unterstützt das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen evangelische Christen weltweit. Es hilft Christen, die in der „Zerstreuung“, in der „Diaspora“ existieren, zum Beispiel bei Neubau, Sanierung oder Modernisierung von Kirchen, Gemeindehäusern und Altenheimen, aber auch bei sozialen Projekten. So können diese Glaubensgeschwister ihren Glauben gemeinsam leben und in ihrem Umfeld wirken. Wichtig ist dem Werk der direkte Kontakt zu seinen Projektpartnern.

Spendenkonto: Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e. V.

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN:   DE41 3506 0190 1641 0500 20
BIC: GENO DED1 DKD

Online: www.gaw-sachsen.de

Im Hintergrund die Elisabethkirche, die seit der Reformation bis 1945 evangelische Hauptkirche der Stadt war.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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