Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Neue Referentin für den Ökumenischen Weg


11 März 2019

Ökumenischer Festtag am diesjährigen Buß- und Bettag

DRESDEN - Mit Kerstin Göpfert als neue Referentin für den „Ökumenischen Weg für Konfliktlösung (Frieden), Chancengleichheit (Gerechtigkeit) und Nachhaltigkeit (Bewahrung der Schöpfung)“ sollen die Angebote koordiniert und die Arbeitsgemeinschaft nach außen vertreten werden. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird die Planung des Ökumenischen Festtags am diesjährigen Buß- und Bettag, 20. November, in der Kreuzkirche Dresden sein, der auf die große Ökumenische Versammlung 1988/89 Bezug nimmt.

Vor ihrer Tätigkeitsaufnahme im Landesjugendpfarramt Anfang Februar diesen Jahres arbeitete Kerstin Göpfert in der Evangelischen Jugend Meißen-Großenhain. Ihre Ausbildung absolvierte sie am CVJM-Kolleg in Kassel und sie war danach Jugendmitarbeiterin im damaligen Kirchenbezirk Werdau.  
Ihr Anliegen ist es, dass Christen und Gemeinden nicht nur um sich selber kreisen, sondern in ihrem Umfeld und in der Gesellschaft wirksam werden und als Salz und Licht der Welt Relevanz entwickeln.

Die Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Weg möchte gelungene Projekte vorstellen und einladen in ähnlicher Weise aktiv zu werden. Zudem sollen Impulse in Form von thematischen Einheiten durch Referenten und Referentinnen in die Gemeinden getragen werden. Das Themenspektrum reicht vom Sinn und Nutzen des Fairen Handels über Strategien zur Vermeidung von Plastik, den Chancen von gewaltlosem Widerstand und Möglichkeiten zur Versöhnung bis hin zu alternativen Wachstumsformen. Dabei geht es um die Verknüpfung von gesellschaftlichem Engagement und Gemeindeaufbau.

Der Ökumenische Weg entstand 2015 aus einer Initiative der Landessynode der Ev. -Luth. Landeskirche Sachsens und des Landesjugendkonventes. Thematisch knüpft der Ökumenische Weg an den Konziliaren Prozess und an die Ökumenische Versammlung vor 30 Jahren in Dresden an. Die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sind heute noch genauso aktuell wie damals, auch wenn heute oft von Konfliktlösung, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit die Rede ist. Der Ökumenischen Weg möchte eine Brücke schlagen zwischen den Akteuren, die seit Jahren unermüdlich mit großen und kleinen Schritten unterwegs sind.  

So steht eine generationsübergreifende Vernetzung von Initiativen und Einzelpersonen aus dem breiten ökumenischen Spektrum im Mittelpunkt. Auf der entsprechenden Internetseite (https://www.oekumenischerweg.de/)  finden sich Mut machende Projekte und es kann für eigene Veranstaltungen geworben werden. Ein monatlicher Newsletter bringt Impulse zum Nachdenken und berichtet von Akteuren, die sich bereits in einem der Themenfelder engagieren.

Kerstin Göpfert

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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