Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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»Nacht der offenen Kirchen« in Zwickau
17 Sept. 2025
Unter dem Motto »ungeahnt offen und ungeahnt sehenswert«
ZWICKAU – Zur »Nacht der offenen Kirchen« sind Interessierte für den 20. September 2025 nach Zwickau eingeladen, sich zwischen 18:00 und 22:30 Uhr auf Entdeckungsreise durch die Kirchen der Region zu begegeben. Als Kulturhauptstadtregion knüpft das Motto des Abends an das des Kulturhauptstadtjahres an: »ungeahnt offen und ungeahnt sehenswert«. Das Chemnitzer Motto »C the Unseen« ist eine Einladung, das Ungesehene zu entdecken.
So zeigen sich die Zwickauer Kirchen, jede in ihrer Weise ungeahnt schön und ganz verschieden in ihrer Gestaltung. Zu entdecken gibt es Kunst und Geschichte, reichlich Details und Eindrücke. Ungeahnt hörenswert sind die Geschichten, die erzählt werden. Ungeahnt berührend, wohltuend und vielfältig ist die Musik, die in den Kirchen erklingt. Ungeahnt nett sind die Menschen, denen Besucherinnen und Besucher begegnen können. Ungeahnt innig ist ein Moment der Stille oder die Feier des Glaubens.
»Die Nacht der offenen Kirchen ist eine besondere Gelegenheit, Kirche und Kirchenräume neu und wieder zu erleben. Mit den Angeboten laden wir auch jene Besucher ein, die keine oder wenig Berührungspunkte mit Kirchen haben. Aber auch alle, die ein festes Bild von Kirche haben, wollen wir auf positive Weise überraschen.«, so die Idee des Vorbereitungsteams.
Jeweils zur vollen Stunde erwarten die Teilnehmenden in einzelnen der beteiligten Kirchen für 20 bis 30 Minuten Angebote für Ihre Entdeckungsreise. Danach ist Zeit zur Begegnung, zu weiteren Entdeckungen in den Kirchen und zum Wechsel zum nächsten Programmangebot in eine andere Kirche. Für 22:00 Uhr lädt der Evangelisch-Lutherischer Kirchenbezirk Zwickau zum gemeinsamen Abendsegen an allen Orten ein. Die beteiligten Kirchen und ihre Programmangebote befinden sich auf der Webseite der Nacht der Kirchen in Zwickau.
Bereits im Jahr 2018, dem 900. Jubiläumsjahr der Stadt Zwickau, luden die Kirchen zur »Nacht der offenen Kirchen«. Zur Meldung aus 2018
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.