Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Musikalische Angebote während der Passionszeit
17 März 2017
Matthäus- und Johannespassion, Kantaten und musikalischer Kreuzweg
SACHSEN - In den sächsischen Kirchgemeinden wird insbesondere in der zweiten Hälfte der siebenwöchigen Passionszeit zu zahlreichen kirchenmusikalischen Angeboten eingeladen. Traditionell erklingen dabei Aufführungen der Johannes- und der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und weiteren Komponisten.
So erklingen am 18. März, um 15:00 Uhr zur Motette in der Thomaskirche Leipzig Ausschnitte aus der Matthäuspassion von J.S. Bach. Das gesamte Werk wird um 19:00 Uhr auch mit dem Leipziger Ensemble amici musicae unter der Leitung von Ron-Dirk Entleutner aufgeführt. In Dresden greifen die Kreuzchorvespern am 18. und 25. März (17:00 Uhr) in der Kreuzkirche mit dem Dresdner Kreuzchor Themen der Passion auf.
Am 19. März findet im Freiberger Dom um 17:00 Uhr das erste Konzert des Freiberger Domchores mit Werken von J.S. Bach und Joseph Haydn statt. Neben der selten aufgeführten Bach-Kantate „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“ kommt als Hauptwerk des Abends Joseph Haydns Messe C-Dur „In tempore belli“, auch „Paukenmesse“ genannt, zur Aufführung. Erneut arbeitet der Freiberger Domchor unter der Leitung von Domkantor Albrecht Koch mit der Batzdorfer Hofkapelle zusammen, die auf Originalklanginstrumenten spielt. Dadurch entsteht ein authentischer Klang klassischer Musik auf alten Instrumenten. Als Gesangssolisten sind Dorothea Wagner, Marie Henriette Reinhold, Albrecht Sack und Friedemann Klos zu hören.
In der Schlosskirche in Diesbar-Seußlitz bei Großenhain werden am 19. März, um 16:00 Uhr die Kantaten "Christ lag in Todesbanden" von Andreas Hammerschmidt und "Ach wie nichtig, ach wie flüchtig" von Christoph Graupner erklingen. Am 25. März findet in der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben um 17:00 Uhr ein Konzert der Leubener Kantorei mit Orgel statt, in dem das Werk „Via crucis“ von Franz Liszt aufgeführt wird. Er vertonte die 14 Stationen des Kreuzweges Jesu nach dem Vorbild einer Kreuzwegandacht.
Eine Woche später, am 25. März, erklingt in der Leipziger Nikolaikirche um 19:30 Uhr die Johannespassion von J.S. Bach. Neben Solisten gestalten der Konzertchor Leipzig und das Neue Leipziger Barockensemble unter der Leitung von Gunter Berger das Konzert. Am gleichen Abend wird in der Heilig-Kreuz-Kirche Leipzig-Neustadt um 20:00 Uhr die Nelson-Messe „Missa in angustiis“ von Joseph Haydn aufgeführt. Ebenso erklingen Kantaten von J.S. Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy.
Weitere Konzerte stehen u.a. am 1. April in der Thomaskirche mit Mendelssohn Bartholdys „Christus – unvollendetes Oratorium“ (2. Teil) und Jan Dismas Zelenka „De profundis“ (Psalm 130) in der Motette am Nachmittag und am Abend mit der Matthäuspassion auf dem Programm. Nachmittags treten der Thomanerchor und das Gewandhausorchester und am Abend der Thomaner-Nachwuchs-Chor, der Sächsische Kammerchor und das Mitteldeutsche Kammerorchester auf. Einen Tag später (2. April) erklingen in der Michaeliskirche am Leipziger Nordplatz Franz Schuberts „Stabat mater“ und Francis Poulenc „Stabat mater“.
Die Kreuzkirche in Dresden lädt am 1. April, um 17:00 Uhr zu einem Konzert mit der Passionskantate „Der Tod Jesu“ von Carl Heinrich Graun ein. In der Kirche Hohnstädt bei Grimma findet zur gleichen Zeit eine musikalische Andacht zum Fastentuch unter dem Motto „Kreuz, Bach und Gerhard“ statt. Am gleichen Tag wird im Wurzener Dom um 19:00 Uhr die Johannespassion von Bach aufgeführt. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert singen Solisten, die Domkantorei St. Marien und die Wurzener Kurrende. Das Kammerorchester St. Wenceslai und das Leipziger Symphonieorchester übernehmen die instrumentale Begleitung.
Am Wochenende vor Beginn der Karwoche mit Palmsonntag, 9. April, verdichtet sich noch einmal das Konzertprogramm mit Chor-, Instrumental- und Orgelwerken in den Kirchen. Beispiel dafür ist die Konzertreihe Kreuz & Auferstehung in der Dresdner Frauenkirche mit Konzerten am 1./8. und 14. April. In den Tagen der Woche zwischen dem Sonntag Palmarum und dem Osterfest werden die dunkelsten und die hellsten Erfahrungen der Menschheit spürbar: Tod und Leben. Seit Jahrhunderten lassen sich Musiker davon zu Werken von besonderer Tiefe und Ausdruckskraft inspirieren.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.