Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Mit Zeichenstift und Pinsel über der Stadt


06 Juni 2025

Ausstellung noch bis 4. Juli in der St. Afra-Kirche zu sehen

MEISSEN – Vom 29. bis 31. Mai 2025 zeichneten und malten sieben bekannte Architekten aus Berlin, Bamberg, Potsdam und Wernigerode in einer Popup-Aktion in Meißen Stadt- und Landschaftsräume. In der St. Afra-Kirche sind die Werke derzeit zu sehen.

Einer der Künstler, Torsten Krüger aus Potsdam, schreibt dazu: „Urban Artists“ ist eine Gruppe von Künstlern, welche in Popup-Aktionen Regionen und Städte künstlerisch erforscht. Die Künstler verbindet die Leidenschaft für Architektur, Kunst, Zeichnung, Aquarell und Malerei. Alle Werke entstehen in den Events innerhalb von 3 Tagen vor Ort unter freiem Himmel. Die Künstler sind beim Arbeiten für die Öffentlichkeit sichtbar. Mit Passanten ergibt sich das eine oder andere Gespräch über das Motiv, die Technik, das Warum. Es entstehen keine im Atelier zeitraubend durchkomponierten Bilder. Das Zufällige, Flüchtige, Skizzenhafte und vor allem das Unvollendete steht im Mittelpunkt der Werke. Der Ort, die Atmosphäre, Licht und Schatten geben den Bildern unmittelbar Inspiration. Bedeutung und historischer Kontext hinter den Oberflächen werden sichtbar. Die Transformation des realen Objektes in eine abstrakte individuelle Interpretation, ist in den entstehenden Werken von besonderer Bedeutung.

Alle Künstler sind bekannte Architekten, die in Ihren Architekturbüros oder in öffentlichen Unternehmen regional, national und zum Teil international bekannte Werke begleitet oder geschaffen haben. Zugleich haben sie auf individuelle Weise künstlerische Positionen entwickelt, die weit über die Architektur hinausreichen und in Ihrem Schaffen eigenständige Werke sind. Gewöhnlich taucht der konkrete Stadt- und Landschaftsraum eines Ausstellungsortes in den ausgestellten Werken nicht auf. Bei den Urban Artists ist das Gegenteil der Fall. Die den Bewohnern vertraute Stadt, die Landschaft sowie Sonne, Wolken, Regen und Wind, sind präsent.“

Die Vorstellung der Bilder und Zeichnungen in einer Vernissage am 1. Juni 2025 in der St. Afra-Kirche zu Meißen waren Abschluss und Höhepunkt der siebenten Zeichenexkursion. Mit Meißen sind Ludwig Krause und Michael Kny seit langem verbunden. Sie hatten ihre Freunde auf die Wiege Sachsens aufmerksam gemacht. Quartier fanden sie im "Klosterhof", einem Tagungszentrum der sächsischen Landeskirche. Klösterlich anmutende Schlafzimmer, Frühstück in uraltem Tonnengewölbe, Arbeitsraum unter dem von einer Säule getragenen Zellengewölbe der ehemaligen Klosterküche beeindruckte den Freundeskreis.

Von dort aus gelangten sie durch den Kreuzgang und die Barbarakapelle auf gleicher Ebene in die wunderbare frühgotische Afrakirche. Drei Tage waren die Architekten in der Stadt rauf und runter unterwegs, auf holprigem Pflaster und vielen Treppen. Schließlich gab es auch den berühmten Blick über die Dächer der Altstadt: Standort war der alte Pfarrhausgarten Meißen (Freiheit 7), in dem Ludwig Krause und seine Geschwister aufwuchsen. Von dort gibt es eine wunderbare Aussicht auf den Dom und die Albrechtsburg über die Altstadt und die Frauenkirche bis zu den jenseits der Elbe liegenden Weinbergen.

Malen in und über der Stadt Meißen
Insgesamt 90 Bilder waren entstanden und wurden auf recht unkonventionelle Weise in der ganzen Kirche präsentiert.
Fotos: Ingo Schrader und Mario Saar

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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