Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Mit Tradition in die Zukunft


03 Okt. 2025

Festakt zum 100-jährigen Bestehen der KD-Bank am 2. Oktober 2025

DRESDEN - Die Geschichte der Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank) begann offiziell am 2. Oktober 1925. Den feierlichen Höhepunkt im Jubiläumsjahr bildete ein Festakt in Dresden, der Wiege der heute in Dortmund ansässigen evangelischen Genossenschaftsbank.

Ständehaus Dresden: Genau dort, wo vor 100 Jahren mehrere Theologen, Juristen und politische Verantwortungsträger das erste Vorgängerinstitut der Bank für Kirche und Diakonie auf den Weg brachten, wurde am gestrigen Donnerstag das runde Bankjubiläum mit einem Festakt gewürdigt. Der geschichtsträchtige Veranstaltungsort – 1925 der Sitz des sächsischen Landtags – unterstrich die Bedeutung der damaligen Gründung der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft für Sachsen: Als erste evangelische Kirchenbank Deutschlands vergab sie Kredite an Kirche und Innere Mission (heute Diakonie), damit diese ihre sozialen Aufgaben wahrnehmen konnten.

Hintergrund der Gründung

Die Gründungsphase fiel in Zeiten der Not, denn die deutsche Bevölkerung litt unter den Auswirkungen einer Hyperinflation. Kirche und Innere Mission erhielten keine Kredite mehr von den etablierten Banken und Sparkassen. Die Entscheidung der Gründerväter, eine kirchliche Genossenschaftsbank zu gründen, schloss diese Lücke. Sie wurde zum Erfolgsmodell. Im Jahr 1927 wurden die Vorgängerinstitute in Magdeburg und Münster gegründet, 1953 ein weiteres in Duisburg. Die heute in Dortmund ansässige Bank für Kirche und Diakonie zählt zu den großen Genossenschaftsbanken in Deutschland – mit einem betreuten Kundenvolumen von über 9 Milliarden Euro.

Festakt in Dresden

Das Anliegen der Gründer, mit Krediten und Darlehen Gutes auf den Weg zu bringen, habe sich erfüllt und bilde auch heute noch den Kernauftrag der Bank für Kirche und Diakonie, wandte sich deren Vorstandsvorsitzender Ekkehard Thiesler an die Festgäste aus Kundschaft, Mitgliedern und Geschäftspartnern: „Unsere Bank ist ein verlässlicher Partner für Kirche und Diakonie, stark in der Tradition und zugleich innovativ in ihrem Handeln.“

Ein wichtiger Aspekt ihres erfolgreichen Wirkens sei nach wie vor ihre Rechtsform als Genossenschaft. „Wir sind unseren Mitgliedern und Kunden aus Kirche und Diakonie verpflichtet, nicht anonymen Investoren. Unser Handeln basiert auf demokratischen Werten und wir nehmen Verantwortung ernst“, so Thiesler.

Die christlichen Werte, die das tägliche Handeln der derzeit rund 270 Mitarbeitenden KD-Bank prägen, hatten beim Festakt einen festen Platz im Programm: in Form gemeinsam gesungener Kirchenlieder und einer Andacht. Diese gestaltete Dietrich Bauer, Oberkirchenrat und Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen.

Die Festrede hielt Thomas de Maizière, Bundesminister a.D. und ehemaliger Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Die Bank sei ein ausgezeichnetes Beispiel für das Gelingen der deutschen Einheit, sagte er am Vorabend des bundesweiten Gedenktags. Er spannte den Bogen von den Gründerpersönlichkeiten der Bank aus Ost- und Westdeutschland mit ihrem ausgeprägten Gestaltungswillen hin zu einem der aktuellen Schwerpunkte der KD-Bank - der Nachhaltigkeit. Die Bank beschreite hier seit Jahren einen transparenten und vielseitig anerkannten Weg, der zukunftsfest und damit auch zukunftsweisend sei, so de Maizière.

Anerkennende Grußworte für das Wirken der KD-Bank überbrachten beim Festakt in Dresden außerdem Ines Saborowski, 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtags, und Volker Heinke, der Aufsichtsratsvorsitzende der KD-Bank.

Historische Aufbereitung

Über den Mut der Gründerväter und einer leitenden Angestellten der KD-Bank, in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten auch mal unkonventionelle Wege zu gehen, berichtete Uwe von Seltmann in seinem Vortrag im Ständehaus. Der Publizist hatte in den vergangenen eineinhalb Jahren intensiv die Archivbestände der KD-Bank gesichtet und ausgewertet, auf dieser Basis eine lebendig und anschaulich erzählte Chronik verfasst. PDF-Version unter: www.kd-bank.de/100-jahre

Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, erörterte zwei Charakteristika der Bank: die Werteorientierung und die Innovationskraft.
Festredner Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister a.D.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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