Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Mauersberger Gedenkvesper zum 50. Todestag
18 Feb. 2021
Die Gedenkvesper ohne Besucher wird online übertragen
DRESDEN – Mit einer Gedenkvesper für den damaligen Kreuzkantor Rudolf Mauersberger wird in der George-Bähr-Kirche in Dresden-Loschwitz an dessen Todestag am Montag, 22. Februar, erinnert. Er leitete den Dresdner Kreuzchor von 1930 bis 1971 in schicksalsreichen Jahren, das auch in seinem kompositorischen Schaffen zum Ausdruck kam. Zunächst führte er u.a. die erzgebirgische Tradition der Christ- und Ostermetten ein, bevor er 1944 den „Weihnachtszyklus der Kruzianer“ schuf.
Die Gedenkvesper, die um 19:30 Uhr in der Loschwitzer Kirche stattfindet, wird online übertragen und ist ebenfalls über den YouTube-Kanal der sächsischen Landeskirche zu sehen. Es musizieren das Solisten-Ensemble „AuditivVokal Dresden“ unter Leitung von Olaf Katzer sowie Mitglieder der Staatskapelle und der Dresdner Kapellsolisten in den Formationen des „Edenquartett Dresden“ und des „Trio Branny“. Es spielen Nikolaus Branny (Klavier) und Kantor Tobias Braun (Orgel).
Liturgisch führt Pfarrer Markus Deckert durch die Vesper. Prof. Dr. Michael von Brück aus Regensburg wird die Ansprache zum Gedenken halten. Zu hören sind Kompositionen von Rudolf Mauersberger für Chor a-cappella & mit Orgel- und Klavierbegleitung (u.a. „Dankpsalm“, „Der alte Dresdner Totentanz“, „Unruh der Zeit“), das „Präludium d-Moll“ als Orgel-Solo und Ausschnitte aus dem „Streichquartett fis-Moll“ und dem „Klaviertrio c-Moll“.
Die musikalischen Beiträge und die Übertragung werden von der Landeskirche bezuschusst und gefördert.
Rudolf Mauersberger, der aus dem Erzgebirge stammte (*29. Januar 1889), wuchs in der dortigen Musiktradition auf. Über verschiedene Stationen des Musikstudiums in Leipzig, einer Anstellung als Kantor und Organist in Aachen und als Landeskirchenmusikwart in Thüringen (Eisenach), wurde er 1930 zum Kreuzkantor berufen. Mauersberger verarbeitete das Schicksal der Musikstadt Dresden im Trauerhymnus „Wie liegt die Stadt so wüst“, im „Dresdner Requiem“, im „Dresdner Te Deum“ und im „Zyklus Dresden“. Weitere Kompositionen widmen sich der Schönheit von Gottes Natur „Geistliche Sommermusik“, dem Kreuzestod Christi „Lukaspassion“ oder dem Weihnachtsgeschehen „Christvesper“.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.