Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Materialauslieferung für Adventsaktion 2020


30 Aug. 2020

Adventsaktion unterstützt ein Kita-Projekt in Papua-Neuguinea

DRESDEN | LEIPZIG – In diesen Tagen erfolgt die Verteilung von Heften, Plakaten und Faltblättern der Adventsaktion 2020 in die sächsischen Landeskirche, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland sowie an die Diakonie.

Gleichzeitig rufen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland und das Leipziger Missionswerk zur Unterstützung und Mitwirkung an der Adventsaktion auf, die am 11. November 2020 beginnt.

Diesmal soll ein Projekt in der pazifischen Partnerkirche in Papua-Neuguinea Hilfe erfahren. Gemeinden, Kindergärten und Schulen sind eingeladen, sich aktiv und kreativ beim Spendensammeln zu beteiligen. Seit vielen Jahrzehnten ist das Leipziger Missionswerk bereits Partner des Theologischen Hochlandseminars in Ogelbeng.

Dort werden in einem 5-jährigen Studiengang etwa 25 Studenten pro Jahr auf das Pfarramt vorbereitet. Viele der Studenten haben bereits Familie und leben mit ihren Frauen und Kindern auf dem Campus des Seminargeländes. So gibt es seit einigen Jahren auch Kurse für die zukünftigen Pfarrfrauen und eine Betreuung für die Kinder.

Es ergab sich die Notwendigkeit, den gegenwärtigen sehr einfachen Kindergarten baulich und in der Qualität der Inhalte aufzuwerten. Die Mitarbeiterinnen sollen pädagogisch weitergebildet und dazu befähigt werden, ihrerseits das neu erworbene Wissen an die Mütter weiterzugeben.

Die Frauen der Pfarrer werden später in den Dörfern die ersten Ansprechpartnerinnen sein, wenn es um Fragen von Familie, Erziehung und Gesundheit geht. Sie haben damit eine hohe Verantwortung, auf die sie entsprechend vorbereitet sein müssen. In diesem Sinn soll der Campus-Kindergarten zu einem Modellkindergarten für die Hochlandregion entwickelt werden.

Das Motto „Fenster öffnen in die Welt“ steht damit nicht nur für die geplanten Umbaumaßnahmen, sondern auch für das "Empowerment" der Mütter, Kinder und Erzieherinnen sowie den Multiplikationseffekt in den zukünftigen Kirchgemeinden. Eine ausführlichere Beschreibung des geplanten Projektes findet sich in der KIRCHE weltweit 1/2020 (Leipziger Missionswerk) sowie im Materialheft zur Adventsaktion:

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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