Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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LWB-Ratssitzung in Genf beendet


02 Juli 2018

Rat beschließt LWB-Strategie

GENF – Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat am 2. Juli 2018 die neue Strategie der Organisation für die Jahre 2019 bis 2024 beschlossen. Unter der Überschrift „Leidenschaftlich engagiert für die Kirche und die Welt“ legt sie dar, was die LWB-Mitgliedskirchen in den kommenden Jahren gemeinsam als Kirchengemeinschaft tun und erreichen wollen.

„Heute, nach den Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum, hilft uns die neue LWB-Strategie unseren Blick nach vorne zu richten unsere gemeinsamen Ziele und unsere inhaltliche Ausrichtung zum Ausdruck zu bringen. Sie hilft uns, zu lauschen auf das, was Gott uns zu sein und in der Welt zu tun aufruft,“, erklärte LWB-Präsident Erzbischof Dr. Panti Filibus Musa. „Sie verleiht dem, was wir als Gemeinschaft von Kirchen tun, einen Fokus, benennt die zentrale Bedeutung insbesondere unseres Engagements bei humanitären Krisen und fasst in Worte, was es bedeutet, in einer zersplitterten Welt Kirche zu sein.“

Die Strategie zielt auf eine Balance zwischen Kontinuität und Innovation, sie bleibt den grundlegenden Werten und Selbstverpflichtungen des LWB treu und verleiht gleichzeitig der Art und Weise, wie die Kirchen als Gemeinschaft in ihrem gemeinsamen Zeugnis zusammenwachsen, einen Fokus. Zwei strategische Prioritäten werden die Arbeit des LWB dabei prägen: zum einen der Fokus auf die Präsenz und das Zeugnis der Kirchen in der Welt, zum anderen der Einsatz für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden.

Die Strategie benennt ein stärkeres Engagement für Klimagerechtigkeit und für Netzwerke der theologischen Ausbildung als neue Arbeitsbereiche neben Diakonie, den ökumenischen Beziehungen, Geschlechtergerechtigkeit und der Förderung junger Menschen.

Die Vision des LWB – „Befreit durch Gottes Gnade, eine Gemeinschaft in Christus, die gemeinsam lebt und arbeitet für eine gerechte, friedliche und versöhnte Welt“ – wird in der Strategie bekräftigt.

Die Strategie berücksichtigt die Ergebnisse der Zwölften LWB-Vollversammlung: ihre Botschaft, ihre Öffentlichen Erklärungen und ihre Resolutionen. Sie knüpft an die vorige Strategie an sowie an die Halbzeitauswertung dieser Strategie, die 2016 durchgeführt wurde. Darüber hinaus findet auch die umfassende Analyse des Kontextes, in dem der LWB und seine Mitgliedskirchen leben und arbeiten, in der Strategie Beachtung.

Erarbeitet wurde die Strategie in einem Prozess, an dem die Mitglieder des LWB-Rats, Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskirchen sowie Partnerorganisationen beteiligt waren.

https://www.lutheranworld.org/content/resource-council-2018-documents

Sächsische Landeskirche seit Jahrzehnten in ökumenischer Verbundenheit

Die sächsische Vertreterin im LWB-Rat, Bettina Westfeld aus Dresden, machte eine unverhofft interessante Bekanntschaft. Sie schreibt: „Die reizende Dame neben mir, Übersetzerin Rose, war sehr erfreut zu hören, dass ich aus Sachsen komme. Sie übersetzte bereits für unseren Landesbischof Dr. Dr. Johannes Hempel, als er ab 1973 seit seiner Wahl zum Vorsitzenden des Bundes Evangelischer Kirchen in der DDR intensiven Kontakt zum Ökumenischen Rat der Kirchen hatte. Der Sitz des Rates ist wie der des LWB im Ökumenischen Zentrum in Genf. Ab 1975 saß Hempel im Zentralausschuss und im Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen und war von 1983-1991 dessen Präsident.“

Bettina Westfeld wurde auf der 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes im Mai letzten Jahres in Windhuk/Namibia als Mitglied in den neuen 48-köpfigen Rat des LWB gewählt. Der Rat ist das jährlich zusammen tretende Leitungsorgan aus Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen der lutherischen Kirchengemeinschaft aus der ganzen Welt. 

Frau Westfeld ist aus dem Kirchenbezirk Dresden Mitte und seit 2002 gewähltes Mitglied der sächsischen Landessynode und bereits seit 2008 nichtordinierte Vizepräsidentin (26./27. Landessynode). Sie ist als Historikerin tätig und arbeitete u.a. über 150 Jahre Diakonie in Sachsen und über die Geschichte der Landessynode . Neben ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Synode ist sie Kuratoriumsvorsitzende der Evangelischen Akademie Meißen und unterstützt den Trägerverein der Stasigedenkstätte Bautzner Straße.

Bettina Westfeld und Übersetzerin Rose
Bettina Westfeld und Übersetzerin Rose. Auf dem Foto bildet sich das ökumenische Engagement der sächsischen Landeskirche von 45 Jahren ab.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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