Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
Bereich
Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
Bereich
LWB im 75. Jahr seines Bestehens
12 Juni 2022
Generalsekretärin Burghardt betont „Zukunftsfähigkeit und Kontinuität“ im LWB
GENF – Derzeit tagt der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Ökumenischen Zentrum in Genf (CH) und bereitet die Vollversammlung des LWB im kommenden Jahr in Krakau vor. Im 75. Jahr des Bestehens des Kirchenbundes wurde in Genf eine Ausstellung eröffnet. Sie ist die erste in einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Gründung der Gemeinschaft von 148 Mitgliedskirchen aus aller Welt in diesem Jahr gefeiert werden soll.
Darüber hinaus befassen sich die 48 Ratsmitglieder aus den LWB-Mitgliedskirchen in sieben Regionen als höchstes Leitungsgremium zwischen den Vollversammlungen mit dem Krieg in der Ukraine bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der humanitären Hilfe für die Überlebenden von Krisen in anderen Ländern mit dem Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Mitgliedskirchen in verschiedenen Teilen der Welt durch den Solidaritäts-Fonds der Kirchengemeinschaft.
Das sind nur einige Beispiele der Entwicklungen, die die Generalsekretärin des LWB, Anne Burghardt, in ihrem ersten Bericht vor den Ratsmitgliedern herausgestellt hat. Sie hat ihrer Ansprache auf die vielfältigen Herausforderungen des vergangenen Jahres und dabei insbesondere die COVID-19-Pandemie zurückgeblickt. Trotz der vielen Herausforderungen und Beschränkungen sei das Engagement und die Einsatzbereitschaft der Ratsmitglieder und ein reibungsloses Funktionieren des LWB ein Zeichen von „Zukunftsfähigkeit und Kontinuität“, so Burghardt.
Vor dem Plenum berichtete auch die Historikerin Bettina Westfeld aus Dresden, die auf der letzten Vollversammlung 2017 in Windhuk (Namibia) in den Rat gewählt wurde, von den Ergebnissen des Vortreffens der Frauen am 8. Juni. Hier ging es darum, die Arbeit zur Förderung von Frauen und geschlechtlicher Gleichstellung voranzutreiben. Der Blick ging auch auf den 10. Jahrestag der Verabschiedung des Grundsatzpapiers zur Gendergerechtigkeit durch den LWB im kommenden Jahr. Zum Abschluss tauschten sie sich über Herausforderungen und Hoffnungen im Vorfeld der bevorstehenden dreizehnten Vollversammlung aus. Zudem berichtete sie als Co Chair des Komitees der Member Church Projects.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.