Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Lutherischer Weltbund tagt in Genf


28 Juni 2018

LWB-Rat tagt vom 28. Juni bis 2. Juli in Genf

GENF - Die Historikerin Bettina Westfeld aus Dresden nimmt derzeit als Ratsmitglied des Lutherischen Weltbundes an der Tagung in Genf teil, die heute begann. „Umsonst habt ihr‘s empfangen, umsonst gebt es auch“ (Mt 10,8), so lautet das Thema der ersten vollen Tagung des Rates des Lutherischen Weltbundes (LWB), der vom 28. Juni bis 2. Juli in Genf zusammentritt. Als wichtiger Punkt steht auf seiner Tagesordnung die neue LWB-Strategie, die für die kommenden Jahre die Prioritäten für die Arbeit der Kirchengemeinschaft festlegen wird. Die Ratstagung begann mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Ökumenischen Zentrums. Die Predigt hielt das Ratsmitglied Pfarrer Yonas Yigezu Dibisi, der Präsident der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus.

Gewählt hatte den neuen Rat die Zwölfte LWB-Vollversammlung, die im Mai letzten Jahres in Windhuk (Namibia) stattfand. Der Rat fungiert in der Zeit zwischen den Vollversammlungen als wichtigstes Entscheidungsgremium des LWB. Die 48 Ratsmitglieder vertreten die LWB-Mitgliedskirchen in seinen sieben Weltregionen und bilden gemeinsam mit dem Präsidenten und dem Vorsitzenden des Finanzausschusses dieses Gremium. Im Rahmen einer Einführungssitzung am 27. Juni konnten sie sich mit ihren Aufgaben vertraut machen.

Neue Strategie für den LWB

Die neue LWB-Strategie baut auf den Ergebnissen der Zwölften Vollversammlung auf – ihrer Botschaft sowie ihren öffentlichen Erklärungen und Resolutionen, die der Arbeit des LWB die Richtung weisen. Eingeflossen sind in die neue Strategie auch ihre Vorläuferin samt einer Auswertung aus dem Jahr 2016 sowie eine umfassende Analyse des Kontextes, in dem der LWB und seine Mitglieder wirken.

Die Strategie wurde im Rahmen eines iterativen Prozesses unter Einbindung der Ratsmitglieder sowie weiterer Beteiligter aus den LWB-Mitgliedskirchen und auf der Basis von Rückmeldungen der Partnerorganisationen entwickelt. Nun wird der Rat über die neue Strategie beschließen. Darüber hinaus wird dem Rat auch eine neue Strategie für den LWB-Weltdienst vorgelegt.

Auf der Tagesordnung stehen außerdem die Ansprache von LWB-Präsident Erzbischof Dr. Panti Filibus Musa, die Berichte des Generalsekretärs, Pfarrer Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Junge, sowie des Vorsitzenden des Finanzausschusses, Oberkirchenrat Olaf Johannes Mirgeler, und der Haushalt für 2019.

Weiterhin wird dem Rat auch der Zwischenbericht einer Arbeitsgruppe vorgelegt, die die Frage des Standorts des Büros der LWB-Kirchengemeinschaft prüft. Die Ausschussvorsitzende, Bischöfin Susan Johnson (Evangelisch-Lutherische Kirche in Kanada) wird diesen Bericht vorstellen. Ein weiterer Bericht befasst sich mit der Auswertung der Zwölften Vollversammlung des LWB in Windhuk (Namibia). Dem Evaluierungsausschuss stand Christian Albecker, der Präsident der Vereinigung evangelischer Kirchen von Elsass und Lothringen, vor.

Der LWB ist eine weltweite Gemeinschaft von 145 Kirchen lutherischer Tradition. Unseren Mitgliedskirchen in 98 Ländern gehören weltweit über 74 Millionen Christinnen und Christen an.

Weitere Informationen zur Ratstagung in Genf

Bettina Westfeld während einer Sitzung auf der Tagung
Bettina Westfeld aus Sachsen in der Einführungssitzung

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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