Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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LMW-Freiwilligenprogramm wächst


19 Sept. 2022

Neue Einsatzstellen in Estland, der Slowakei und Südamerika

LEIPZIG - Auf Bitten der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) übernimmt das Leipziger Missionswerk (LMW) die internationale Freiwilligenarbeit der Diakonie Mitteldeutschland, die diesen Arbeitszweig nach einem Profilprozess aufgibt.

Für Geschäftsführer Martin Habelt ist es eine gute Entwicklung: „Wir freuen uns, dass die EKM uns gebeten hat, das Freiwilligenprogramm der Diakonie zu übernehmen. Es ist eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit in diesem Bereich. Dass die Trägerkirchen ihre internationalen Freiwilligenarbeit nun im LMW konzentrieren, stärkt auch uns als Werk. Wir können jungen Menschen nun eine noch größere Vielfalt an Einsatzländern anbieten.“

Ab 2023 wird das LMW die Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP) fortführen. Diese umfasst die Länder Argentinien, Uruguay und Paraguay. Fünf Freiwillige aus Deutschland erhalten so die Möglichkeit für ein Freiwilliges Internationales Jahr in Südamerika. Aus Südamerika werden zwei Freiwillige nach Mitteldeutschland kommen.

„Es ist uns weiterhin wichtig, an der paritätischen Verteilung der Stellen festzuhalten. Leider ist durch das staatliche Programm weltwärts die Anzahl der Aufnahmen für 2023 begrenzt worden. Wir hoffen, in den Folgejahren wieder aufstocken zu können“, erläutert Freiwilligenreferentin Susann Küster-Karugia den Unterschied in der Anzahl der Freiwilligen aus Nord und Süd. Das LMW war das erste Missionswerk in Deutschland, das eine Gleichberechtigung zwischen ein- und ausreisenden Freiwilligen umgesetzt hatte.

Darüber hinaus will das LMW in ein weiteres Programm einsteigen: den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Im Rahmen des IJFD werden Entsendungen ins europäische Ausland und Israel gefördert.

Eine erste Ausreise nach Estland wurde bereits in diesem Jahr realisiert. Henriette Gräfenhain aus Erfurt arbeitet seit Anfang September in einem Kindergarten in Tallinn mit und ist somit Leipziger „Pionierin“.

Im kommenden Jahr sind auch in der Slowakei Stellen im sozial-diakonischen Bereich zu besetzen. Perspektivisch sollen auch Entsendungen nach Israel erfolgen, wohin die Diakonie viele Jahre regelmäßig Freiwillige entsandt hat.

„Eine Aufnahme aus diesen Ländern gehörte bisher nicht zum Programm. Wir möchten aber auch an dieser Stelle einen gleichberechtigten Austausch. Dafür stehen allerdings noch Gespräche mit den Partnern auf dem Programm.“, ergänzt Susann Küster-Karugia.

Um diese Arbeit in Zukunft gut gestalten zu können – die „traditionellen“ Einsatzstellen in Indien, Tansania und Papua-Neuguinea bleiben natürlich bestehen – und auch der Ehemaligenarbeit gerechter zu werden, soll das Team im LMW verstärkt werden. Entsprechende Stellenausschreibungen werden bis Ende des Jahres folgen.

Bis 15. Januar 2023 können sich junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren für einen Freiwilligendienst mit dem LMW bewerben. Eine Kirchenzugehörigkeit ist keine Voraussetzung. Bewerbende aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen sind besonders willkommen.

Am 8. Oktober lädt das LMW zu einem Online-Infoseminar ein, um gemeinsam über Motivation, Voraussetzungen und Erwartungen zu sprechen. Das Seminar ist für eine Aufnahme in das Programm empfohlen.

Weitere Informationen zu den Freiwilligenprogrammen des LMW gibt es auf der Internetseite des LMW: www.leipziger-missionswerk.de/freiwilligenprogramme

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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