Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Letzte Einzelmaßnahme - Folgen Hochwasser 2013 abgeschlossen
19 Aug. 2019
Hochwasserschäden 2013 im Bereich der Landeskirche
DRESDEN - Bei der Beseitigung der Schäden aus dem Juni-Hochwasser 2013 an Elbe und Mulde ist die letzte wichtige Etappe erreicht.
Die Gesamtausgaben in der Schadensbeseitigung belaufen sich auf rund 7,6 Millionen Euro. Zwischen 2014 und 2019 flossen insgesamt rund 6,5 Millionen Euro an Zuschüssen aus der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 des Freistaats Sachsen.
Die Schadensbeseitigung wurde teilweise bis zu 100 Prozent gefördert.
Ende Juli 2019 wurde die Verwendungsnachweisprüfung zur letzten Einzelmaßnahme der Landeskirche von der Sächsischen Aufbaubank abgeschlossen. Damit fanden die Zuwendungsverfahren nach der Richtlinie Hochwasserschäden 2013 für insgesamt 52 Einzelmaßnahmen in der sächsischen Landeskirche ihren Abschluss.
Alle Zuwendungsanträge, Auszahlungsanträge und Verwendungsnachweise wurden über eine zentrale Stelle im Landeskirchenamt in stetigem Kontakt mit der Sächsischen Aufbaubank abgearbeitet.
Die gegenseitig wertschätzende und konstruktive Zusammenarbeit, zunächst mit dem Wiederaufbaustab des Freistaates Sachsen und später mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) als Bewilligungsstelle zahlte sich in der Bearbeitung der einzelnen Zuwendungsverfahren durch kurze Wege und gleichbleibende kompetente Ansprechpartner und Bearbeiter immer wieder aus.
Die Baumaßnahmen betroffener Kirchgemeinden zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013 sind mit viel Engagement vor Ort vollständig ausgeführt und wurden durch die Baupflegerinnen und Baupfleger sowie weitere Mitarbeitende der Regionalkirchenämter und des Landeskirchenamtes verwaltungsseitig unterstützt.
Der großzügigen Förderung durch den Freistaat Sachsen gilt der Dank der Landeskirche und der sächsischen Kirchgemeinden.
Rückblick und Beispiele für betroffene Bereiche
Nach der Bestandsaufnahme kurz nach den Hochwasserereignissen vor sechs Jahren an Elbe, Freiberger Mulde, Zschopau und verschiedenen Nebenflüssen waren zwar zahlreiche Liegenschaften und Gebäude vom Hochwasser betroffen, erreichten aber nicht den Umfang der großen Flut von 2002 mit 110 Gebäude zum Teil erheblichere Schäden davon.
Die überwiegenden Schadensfälle des letzten Hochwassers sind überflutete Kellergeschosse. Sieben Kirchen-Innenräume und mindestens 18 Gebäude- Erdgeschosse wurden überflutet. Häufig sind auch Freianlagen und Mauern in Mitleidenschaft gezogen. Größere Schäden traten wieder im ufernahen Bereich der Elbe auf. So beispielsweise in Bad Schandau mit Kirche, Pfarrhaus und Diakonat sowie in Pirna an verschiedenen Gebäuden (u.a. Kinderhaus).
In Dresden waren in Hosterwitz und in Laubegast jeweils Kirche bzw. Gemeindezentrum mit Pfarrhaus direkt von den vorbeifließenden Fluten geschädigt. Elbabwärts waren Gohlis, Riesa-Gröba mit Kirche und Pfarrhaus und in Boritz Kirche und Gemeindehaus mit Wasser in Kellern und dem Erdgeschoss betroffen. Weitere Orte waren gegenüber Riesa auf der anderen Elbseite Lorenzkirch, Zeithain, Röderau und Glaubitz.
Im Bereich der Mulde und der Nebenflüsse sind Döbeln, Grimma sowie weitere Orte überflutet worden. In Grimma waren es das Pfarrhaus, die Kassenstelle und das Kirchgemeindehaus im Erdgeschossbereich. Von den Kirchen-Innenräumen in Döbeln und Grimma konnte das Wasser durch Sandsackbarrieren fern gehalten werden.
Dank der schon damals getroffenen Vorkehrungen an verschiedenen Orten fielen erwartete und auch eingetretene Schäden nicht so groß aus. So wurde häufig rechtzeitig das Gebäude einschließlich der Haustechnik beräumt. Nach 2013 wurden nochmals entsprechende Maßnahmen überprüft und weitere Vorkehrungen getroffen.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.