Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Leseinsel Religion - Buchmesseprojekt in Leipzig


15 März 2018

Gespräche zu Themen des Gastlandes Rumäniens

LEIPZIG – Auf der derzeitigen Leipziger Buchmesse lädt die sächsische Landeskirche zu täglich zwei Veranstaltungen auf die ‚Leseinsel Religion‘ in Halle 3 ein. Bis zum 18. März beteiligen sich auch Kirchgemeinden und christliche Einrichtungen der Messestadt an „Leipzig liest“ außerhalb des Messegeländes.

Im Blickpunkt der Mittagsveranstaltungen, jeweils von 12:00-12:30 Uhr, steht das diesjährige Gastland Rumänien. Christiane Thiel, evangelische Hochschul- und Studierendenpfarrerin aus Halle, betrachtet dabei im Gespräch mit kompetenten Gästen unter dem Titel „Rumänien. Wechselhafte Geschichte…“ ausgewählte Aspekte des Lebens in Rumänien.

So spricht sie am Donnerstag, 15. März, mit Doru Constantin Doroftei, Universität Hamburg, über das jüdische Leben in Rumänien einst und jetzt.
Die Siebenbürgen Deutschen stehen am Freitag, 16. März, im Gespräch mit Regionalbischof Dr. Dr. h.c. Johann Schneider, Halle/Saale, im Mittelpunkt.
Über das heutige kirchliche Leben in Rumänien kommt Christiane Thiel am Sonnabend, 17. März, mit Dr. Arndt Haubold ins Gespräch. Der Markkleeberger Pfarrer ist Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werkes in Sachsen e.V.
Zur letzten Veranstaltung am Sonntag, 18. März, hat Pfarrerin Thiel die Sozialpädagogin Cristina Arion zu Gast und wird sie zur heutigen Jugend in Rumänien befragen.
Die Veranstaltungen werden von Studierenden aus Halle/Saale musikalisch umrahmt.

Nachmittags Buchvorstellungen und Autorengespräche

Die Besucher der Leseinsel Religion erwarten an jedem Buchmessetag (außer 18. März) von 15:00 bis 16:00 Uhr Buchvorstellungen und Autorengespräche.
Am Donnerstag, 15. März, stellt Pfarrer Sebastian Keller im Gespräch mit Autor Stefan Seidel das Buch „Für eine Kultur der Anerkennung: Beiträge und Hemmnisse der Religion" vor. 

In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Verlagsanstalt und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. steht am Freitag, 16. März, das Buch „Tod, wo ist dein Stachel? Todesfurcht und Lebenslust im Christentum“ auf dem Programm. Das Gespräch mit Herausgeber Thomas A. Seidel, Cornelia Seidel und Prof. Dr. Peter Zimmerling moderiert Alf Christophersen, Ev. Akademie Sachsen-Anhalt.

Benjamin Hasselhorn („Das Ende des Luthertums“) und Alf Christophersen („Protestantische Individualitätskulturen“) schauen am Sonnabend, 17. März, im Gespräch miteinander auf das vergangene Reformationsjubiläum und seine Nachwirkungen. 
Die musikalische Umrahmung der Nachmittagsveranstaltungen übernehmen Musizierende des Leipziger Ensembles musica viva e.V.

Leipzig liest!

Viele Leipziger Kirchgemeinden sowie Einrichtungen wie das Evangelische Studienhaus, das Leipziger Nikolai-Eck - Laden der Diakonie, Leipzig Schille Theaterhaus des Ev. Schulzentrums, das  Leipziger Missionswerk und das Leipziger Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte beteiligen sich in diesen Tagen ebenfalls mit Lesungen und Buchvorstellungen im Rahmen von „Leipzig liest“.

Leipziger Buchmesse vom 15.-18. März 2018

Zuhörer vor der Leseinsel Religion
Leseinsel Religion mit Autorengesprächen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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