Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Leipzig fördert erstmals Schule in freier Trägerschaft


05 Feb. 2022

 „EVA Schulze“ erhält Unterstützung bei investiven Baumaßnahmen

LEIPZIG – Die Messestadt fördert zum ersten Mal Baumaßnahmen an einer Schule in freier Trägerschaft. Der Leipziger Leiter des Amtes für Schule, Peter Hirschmann, hat heute einen Fördermittelbescheid in Höhe von 606.420 Euro für die Bauabschnitte eins bis drei an das Evangelische Schulzentrum übergeben. Aktuell liegen der Stadt Leipzig zwei weitere Anträge für die Bauabschnitte vier und fünf vor, die sich derzeit im Prüfverfahren befinden.

Mit dem Beschluss des Stadtrats im Mai 2020 gewährt die Stadt Leipzig nach Maßgabe einer Fachförderrichtlinie Zuwendungen zur Schaffung neuer Schulplätze. Eine Förderung ist ausschließlich für investive Baumaßnahmen möglich. Aktuell liegen im Fördertopf weitere rund 2,4 Millionen Euro bereit. Für das Jahr 2022 kommt noch eine Million hinzu. Insgesamt wurden bisher vier Anträge gestellt – die Stadt Leipzig freut sich über weitere Anträge durch freie Träger, um dem steigenden Bedarf an Schulplätzen auf Grund des demografischen Wachstums gemeinsam mit den Partnern gerecht werden zu können.

„Schulen in freier Trägerschaft unterstützen durch ihr Angebot und ihre Investitionstätigkeit die Stadt Leipzig dabei, die Herausforderungen zu meistern. Mit der ‚Fachförderrichtlinie Schulplätze‘ wurde ein Instrument geschaffen, um gemeinsam die Bildungsinfrastruktur und -vielfalt und damit zugleich das Bildungsangebot bedarfsgerecht auszubauen und die kommunale Qualitätsoffensive bei Bildungsbauten zu unterstützen. Ich freue mich sehr darüber, dass ich heute dem Evangelischen Schulzentrum den ersten Fördermittelbescheid der Stadt Leipzig übergeben kann“, erklärt Peter Hirschmann.

Da der Schulplatzsicherung durch freie Träger eine große Bedeutung zukommt, prüft die Stadt Leipzig derzeit die Erweiterung der Fördermittelrichtlinie in Bezug auf den Verwendungszweck, die Zuwendungsempfänger und die zuwendungsfähigen Ausgaben. Stimmt der Stadtrat zu, wird es voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 hierzu eine Änderung geben.

Das Evangelische Schulzentrum wird die Fördermittel für die brandschutztechnische Sanierung und die Modernisierung des Schulaltbaus einsetzen. Dabei werden unter anderem zur Schaffung von neuen Rettungswegen Bypass-Türen in Räumen des Nordflügels eingebaut, zusätzliche Rauchschutztüren auf allen Ebenen eingesetzt, die elektrotechnischen Anlagen brandschutztechnisch ertüchtigt, Räume in den unteren Geschossen neu organisiert und die Mensa mit Spülküche und Rettungswegen umgebaut. Mit diesen und den weiteren geplanten Maßnahmen können insgesamt 100 zunächst temporär geschaffene Schulplätze gesichert werden, die ansonsten wegfallen müssten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Leipzig unsere brandschutztechnischen Umbaumaßnahmen unterstützt. So ist es uns möglich, Schulplätze im Herzen der Stadt zu erhalten und zukünftig entsprechend den aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen zu unterrichten. Ganz besonders freut es uns, der erste freie Schulträger zu sein, der diese extra initiierte Förderrichtlinie nutzen kann, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt die Wirtschaftlich-Organisatorische Schulleiterin Beate Eike vom Evangelischen Schulzentrum. (Stadt Leipzig)

Evangelisches Schulzentrum Leipzig (Foto: EVLKS)
Vor über 30 Jahren begann in Leipzig der Schulbetrieb des Ev. Schulzentrums
Ev. Schulzentrum mit Anbau
Brandschutz soll den Schulkomplex sicher in die Zukunft führen

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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