Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

Bereich

Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

Bereich

  

„Lebenselixier Bibel“


10 Jan. 2021

Auftakt der Allianzgebetswoche am 11. Januar zu Beginn der Friedensgebete

LEIPZIG – Die Leipziger Nikolaikirche lädt im neuen Jahr wieder zu den Friedensgebeten jeweils montags um 17:00 Uhr ein. am Montag, 11. Januar, 17:00 Uhr vom Gebetshaus Leipzig e.V. und Blaues Kreuz Leipzig e.V. gestaltet.

Die Friedensgebete in der Nikolaikirche stehen in der Tradition der Montagsgebete, die im September 1982 begonnen haben. Ende der 1980er Jahre waren sie ein wichtiger Baustein für die Friedliche Revolution.

Zurzeit stehen alle Gottesdienste und Andachten in der Nikolaikirche unter einem eigenen Hygienekonzept u.a. mit Registrierung aller Teilnehmer am Eingang, dem durchgängigen Tragen von Masken sowie ausgeschilderten Sitzplätzen.

Die nächsten beiden Friedensgebete sind am 18. Januar aus Anlass des Welttages der Migranten und Flüchtlinge in Verantwortung der Ökumenischen Flüchtlingshilfe und am 25. Januar des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (Jüdisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft).

Zur am Montag beginnenden Allianzgebetswoche vom 11. bis 17. Januar mit täglichen Gebetstreffen laden die in der Evangelischen Allianz Leipzig zusammengeschlossenen Christen verschiedener Kirchen und Gemeinschaften ein.

Die Woche steht unter dem Motto „Lebenselixier Bibel“ und wird zum Friedensgebet in der Nikolaikirche eröffnet, das in Gebärdensprache übersetzt wird. Bei allen Gebetstreffen dieser Woche werden Spenden für die Arbeit der Deutschen Evangelischen Allianz und für die Sucht- und Gefängnisarbeit des Blauen Kreuzes in Leipzig gesammelt.

Wegen der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl bei den Gebetstreffen begrenzt. Die gastgebende Gemeinde muss die Kontaktdaten der Teilnehmenden (E-Mail, Telefonnummer) erfassen und maximal vier Wochen aufbewahren. Es wird um vorherige Online-Anmeldung gebeten: https://allianzleipzig.church-events.de  

Die Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, 17. Januar, um 17:00 Uhr, im Pavillon der Hoffnung, Puschstraße 9 (Alte Messe, Halle 14), statt. Gastredner hat Landesbischof Tobias Bilz sein Kommen zugesagt.

www.ead.de

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

Teilen Sie diese Seite