Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Christen feiern LAUSITZ KIRCHENTAG in Görlitz


22 Juni 2022

DRESDEN – Vom 24. bis 26. Juni 2022 findet in Görlitz der LAUSITZ KIRCHENTAG statt. Unter dem Motto „VON WEGEN“ laden die Kirchenbezirke Löbau-Zittau und Bautzen-Kamenz (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen) und die Kirchenkreise Niederlausitz, Cottbus, Schlesische Oberlausitz (Evan­gelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) in die Stadt an der Neiße ein.

Landesbischof Tobias Bilz wird vor Ort dabei sein und die Predigt im Abschluss-Gottesdienst halten. Er freut sich auf den Kirchentag: „Nach zwei Jahren Pandemie wünsche ich mir vor allem, dass es ein Fest der Begegnung wird und dass vom Lausitz Kirchentag ein Zeichen der Hoffnung ausgeht.“ Die Lausitz sei eine Region, die vor großen Herausforderungen stehe. Umso wichtiger sei es zu zeigen, dass dort gerade Neues entsteht, dass sich in dieser Region Menschen mit Engagement und Leidenschaft auf den Weg machen und neue Perspektiven für die Zukunft suchen, so Bilz. „Wir als Kirche stehen nicht abseits, sondern sind mittendrin. Wir haben als Proviant unseren Glauben, die Liebe Gottes und unsere Hoffnung, aus der wir leben. Das können wir teilen und so uns selbst und anderen Menschen in Veränderung und Unsicherheit Halt und Orientierung geben.“, betont der Landesbischof.

Antje Pech, Superintendentin des Kirchenbezirkes Löbau-Zittau, ist eine der Initiatorinnen des LAUSITZ KIRCHENTAGES. Sie sagt: „Wir möchten als Kirche in der Lausitz unsere Region gemeinsam über Landes- und Landeskirchengrenzen hinweg mitgestalten.“ Der gemeinsame Kirchentag sei dabei der erste Schritt. Die thematischen Zentren des Lausitz-Kirchentags seien ein Abbild der Fragen, die die Menschen der Region bewegten, so Pech. „Uns geht es darum, für die Menschen - ob nun in der Kirche oder nicht – da zu sein.“, betont sie. Dazu brauche es Begegnungen, Austausch und Gespräch. „All das und noch viel mehr bietet der LAUSITZ KIRCHENTAG und wir freuen uns auf viele Gäste.“, sagt Antje Pech.

Buntes Programm an drei Tagen

Auf dem LAUSITZ KIRCHENTAG erwarten Besucherinnen und Besucher Musik, Vorträge, Open-Air-Gottesdienste, Gesprächs­runden, der Markt der Möglichkeiten, Workshops, Tagzeitengebete und vieles mehr. Am Freitagabend gibt Samuel Rösch ein großes Konzert auf dem Obermarkt, am Samstag tritt dort dann die Band „Alte Bekannte“ auf. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche laden auf dem Roten Sofa zum Austausch und Gespräch über aktuelle Themen ein. Thematisch geht es in den Zentren und Podien u.a. um die Zukunft der Region, um Strukturwandel, um Bildung, Seelsorge, Kirche und Kommunalpoli­tik, um Diakonie, Kultur und gesellschaftliche Interessen. Das vielfältige Programm in Kirchen, auf Bühnen und Marktplätzen und die zahlreichen thematischen Angebote finden Sie hier zum Download.

Viele Mitwirkende aus der sächsischen Landeskirche

Der LAUSITZ KIRCHENTAG wird gestaltet von den Kirchgemeinden und Kirchenbezirken der Region – aber mit dabei sind auch zahlreiche Mitwirkende aus der sächsischen Landeskirche. Neben Landesbischof Tobias Bilz wird auch Synodalpräsidentin Bettina Westfeld in Görlitz sein. Sie wird zusammen mit Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel an einem Podiumsgespräch auf der Bühne auf dem Obermarkt teilnehmen, welches am Samstag um 16:00 Uhr zum Thema „Keine Kohle, aber jede Menge Energie“ die BesucherInnen ins Gespräch mit Vertretern aus Kirche und Politik bringen möchte. Im Anschluss findet am selben Ort ein Podiumsgespräch zu Fragen der Pflege statt, an dem der Direktor der Diakonie Sachsen, Oberkirchenrat Dietrich Bauer, teilnehmen wird. Prominenter Gast auf beiden Podien wird der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sein.

Im Jugendareal im Görlitzer Stadtpark gibt es Sport und Spiel, u.a. einen Kletterturm und einen Rolli-Parcour, den die Jugendarbeit Barrierefrei der Evangelischen Jugend Sachsen gestaltet. Pfarrer Dr. Johannes Bartels, Jugendevangelist bei der Evangelischen Jugend Sachsen, wird mit einem Team von Jugendlichen in der Görlitzer Innenstadt die Menschen mit besonderen Straßenaktionen ansprechen und ins Gespräch bringen.

Pfarrer Holger Treutmann, Rundfunk- und Senderbeauftragter der sächsischen Landeskirche, moderiert mit anderen gemeinsam den Smalltalk auf dem Roten Sofa am Untermarkt, auf dem jeweils Persönlichkeiten der Lausitz aus Politik, Kultur und Kirche Platz nehmen und von sich erzählen werden. Auf der Bühne am Marienplatz ist Oberlandeskirchenrätin Margrit Klatte auf einem Podium dabei, in dem es um Schritte auf dem Weg ins Berufsleben und die Situation Jugendlicher geht. Im Zentrum Mission wird es einen Stand der sächsischen Initiative „Kirche, die weiter geht“ geben, wo es neben Informationen auch Möglichkeiten zum Gespräch und zur Beteiligung geben wird.

Auch auf dem Markt der Möglichkeiten, der sich auf dem Görlitzer Untermarkt befindet, freuen sich viele sächsische Einrichtungen auf einen Besuch an ihren Ständen. Dabei sind u.a. die Ehrenamtsakademie Sachsen, das Gustav-Adolf-Werk in Sachsen e.V., ein Gemeinschaftsstand des Leipziger und Berliner Missionswerkes und ein Stand der Kongress- und Kirchentagsarbeit in Sachsen.

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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