Kirche als Gesprächsraum gestalten
Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.
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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen.
Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen?
Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.
Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte:
- Schlussbericht der Spurgruppe zur Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus vom 27. März 2021 (Digitale Tagung der 28. Landessynode)
- „Ertrage einer den andern (Kolosser 3,13a) - Kirche als Gesprächsraum gestalten“ Wort der 28. Landessynode 15.11.2021
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Landeskirche zum Tod von Peter Schreier
27 Dez. 2019
Auch als Weltstar in Oratorien und Passionen in den Kirchen präsent
DRESDEN – Die Landeskirche gedenkt des am 25. Dezember 2019 verstorbenen Dresdner Sängers und Dirigenten Peter Schreier. Der weltbekannte Tenor war früh durch die sächsische Kirchenmusiktradition geprägt, wuchs in einem Kantorenhaus in Constappel (Gauernitz) bei Dresden auf. Seine Vorbereitung auf den Dresdner Kreuzchor begann 1943. Nach der Zerstörung der Stadt und der Kreuzkirche im Februar 1945 war er am 1. Juli 1945 einer der ersten Sänger, die die Behelfsunterkunft im Kellergeschoss der Oberschule Dresden-Plauen bezogen. Kurz darauf, am 4. August 1945, sang er in der legendären Vesper in der zerstörten Kreuzkirche mit, nachdem die Kruzianer mitgeholfen hatten, die Kirche notdürftig vom Schutt zu befreien.
Zeit seines Lebens war Peter Schreier dem Dresdner Kreuzchor verbunden geblieben. Später bekannte er: „"Chor ist für mich eine Gattung, wo Musikalität und Disziplin Voraussetzung sein müssen. Vom Singen geht eigentlich alles aus. Die Zeit im Kreuzchor war etwas Besonderes für mich, weil wir ja nach dem Krieg bei null anfangen mussten. Meine besten Freunde stammen aus dieser Zeit".
Für den berühmten Kreuzkantor Rudolf Mauersberger war der junge Peter Schreier ein außergewöhnlicher Altsolist, für den er in seinen Chorwerken besondere Soli komponierte. Die Rundfunkaufnahmen davon - auch aus dem Bach-Jahr 1950 - sind beeindruckende historische Kostbarkeiten geblieben.
Nach seinem Gesangsstudium hat er in innerer Verbundenheit immer wieder in der 1955 zunächst notdürftig wiederhergestellten Kreuzkirche gesungen. Unzählige Male hatte er hier und auch in der Thomaskirche zu Leipzig beeindruckend die Solopartien in Oratorien und vor allem in den Passionen Johann Sebastian Bachs gesungen. Dies tat er auch weiterhin, als er bereits ein gefeierter Weltstar auf den großen Opernbühnen der Welt und Liedgestalter war.
„Peter Schreier war in seinen musikalischen Wurzeln nicht nur durch die Kirchenmusiktradition in Sachsen geprägt, sondern fühlte sich in deren Weiterbestand und Weiterentwicklung zeitlebens verbunden, insbesondere dem Dresdner Kreuzchor und dessen Heimatkirche, der Kreuzkirche zu Dresden“, erinnert sich OLKR i.R. Dr. Christoph Münchow, der selbst lange Jahre im Kreuzchor gesungen hat.
Im Übrigen blieb Schreier auch seiner Meißner Heimat eng verbunden. So waren seine Benefizkonzerte für die Kirchen der Region ein großer ehrenamtlicher Beitrag am Leben der Landeskirche. In dieser Hinsicht war Peter Schreier auch eine Stimme der Landeskirche.
Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an
Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,
- die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
- die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken
Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.
Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)
Evangelischen Erwachsenenbildung
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html
- thematischen Angebote
- Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation;
Ehrenamtsakademie Sachsen
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de
- Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung
Evangelische Akademie Sachsen
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/
- Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
- Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können
TPI Moritzburg
https://tpi-moritzburg.de/
- Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,
Landesjugendpfarramt
www.evjusa.de
- u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
- Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)
Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/
Ev. Frauenarbeit
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/
Pastoralkolleg
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/
- bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten
AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/
Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html
- Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung
Beispiel für Formate
„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)
In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.