Themen und Debatten

Kirche als Gesprächsraum gestalten

Im Blick auf unser zukünftiges Miteinander […] betrachten wir es als eine wichtige Aufgabe, weiter an einer von Respekt und Wertschätzung getragenen Debattenkultur zu arbeiten. Wir haben gelernt, dass der Wille zur Gemeinschaft auch mit Schmerzen und Mühen verbunden ist. Wichtig ist, dass wir einander trotz unterschiedlicher Positionen nicht verurteilen.

(aus 27. Landessynode Drucksache 42, Punkt 5 – aus der Debatte zum Gesprächsprozess zum Schriftverständnis)

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Die Landessynode bittet Kirchgemeinden und kirchliche Einrichtungen, Diskussionen zu strittigen Themen anzubieten und so zu einem respektvollem Miteinander in der Gesellschaft beizutragen. 

Kontroverse Debatten begleiten uns in Gesellschaft, Familie, Arbeitsumfeld und auch in den Kirchgemeinden seit einigen Jahren in besonders intensiver Weise. Wie können wir als Kirche hier den Menschen und dem Miteinander dienen? Wie können Gesprächsräume entstehen oder begleitet werden? Wo fördern wir so das Miteinander und den gegenseitigen Respekt, auch wenn wir unterschiedliche Meinungen vorfinden? Welche Kompetenzen können bei Mitarbeitenden und in den Gemeinden gestärkt werden und wer kann dabei unterstützen? 

Anregungen, die in der Debatte um die Unterscheidung zwischen wertkonservativem Christsein und Rechtsradikalismus entstanden sind, bieten Impulse zur weiteren Beschäftigung in den verschiedenen Gremien der Kirchgemeinden.

Hier finden Sie die Grundlagentexte aus der Synodalen Debatte: 

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Landeskirche wirbt für Beteiligung an Klimawette


07 Jan. 2021

DRESDEN - Die Landeskirche unterstützt als Kooperationspartnerin die Klimaschutzkampagne "Die Klimawette", die im Vorfeld der UN-Klimakonferenz zur Reduzierung des CO2-Verbrauchs ermuntert. Die Klimawette möchte bis zur nächsten UN-Klimakonferenz im November 2021 in Glasgow 1 Million Menschen gewinnen, die sich aktiv für den Klimaschutz einsetzen und jeweils mindestens 1 Tonne CO2 zusätzlich einsparen. Dies kann durch eine kleine Spende für ausgewählte Klimaschutzprojekte geschehen und durch eigene Maßnahmen im Alltag. Für beides finden sich auf der Website www.dieklimawette.de konkrete Hinweise und Tipps. 

Die Botschaft: Jede und jeder kann beim Klimaschutz selbst mitbestimmen und Klimaschutz kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle zusammen anpacken. Neben der Politik und den Unternehmen sind auch Christinnen und Christen gefragt. In der Landeskirche gibt es bereits ein wachsendes Netzwerk an Menschen, die sich für Umwelt- und Klimaschutz engagieren. Gemeinden, einzelne Personen und Initiativen beteiligen sich am Ökumenischen Weg für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Kirchgemeinden kaufen öko-fair ein oder erstellen Energiesparkonzepte. Konfirmanden beschäftigen sich mit den Auswirkungen ihres Konsums auf Menschen in anderen Teilen der Welt. Gesprächskreise tauschen vegane Rezepte aus oder organisieren einen Kleiderkreisel.

Die neue Referentin für Fragen der Schöpfungsverantwortung Anne Römpke unterstützt Gemeinden dabei und bildet Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren vor Ort aus. Sie hat auch persönlich bereits eine Tonne CO2 im Rahmen der Klimawette eingespart und kompensiert: "Das Motto der Klimawette lautet: Wir machen’s jetzt einfach! Dieses Motto beschreibt aus meiner Sicht auch sehr gut den Einsatz derjenigen, die sich bereits heute aktiv für eine klimagerechte Kirche einsetzen. Die Klimawette und die kirchliche Umweltarbeit passen in ihren Motiven hervorragend zusammen."

Gemeinsam senden alle, die mitmachen, eine klare Botschaft nach Glasgow: Es geht mehr - und es ist dringend nötig, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommen erreicht werden.

Weitere Informationen zur Kampagne unter www.dieklimawette.de 

Werke und Einrichtungen bieten Kurse und Unterstützung an

Dienst, Werke und Einrichtungen der Landeskirche bieten in ihren Programmen Workshops und Veranstaltungen an,

  • die kontroverse Themen inhaltlich aufnehmen und Informationen wie Austausch anbieten und so eigene öffentliche Gesprächsräume entstehen lassen
  • die Kompetenzen im Bereich Gesprächsführung, Moderation, Kommunikation stärken und einüben um Menschen in Ihrer Rolle vor Ort zu stärken

Weiter lassen sich Mitarbeitende der Werke und Einrichtungen als Expertinnen und Expertinnen zu verschiedenen Themen für Veranstaltungen vor Ort gern ansprechen.

 

 

 

Informationen dazu finden Sie in den Programmen u.a. folgender Einrichtungen (in Auswahl)

 

Evangelischen Erwachsenenbildung               
https://www.eeb-sachsen.de/angebote.html

  • thematischen Angebote
  • Kurse z.B. zu Dilemma-Diskussion (Kursstart im Herbst 2022), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Friedlicher Kommunikation, Gruppenleitertraining, Praxis respektvoller Kommunikation; 

Ehrenamtsakademie Sachsen           
www.ehrenamtsakademie-sachsen.de

  • Abrufangebote, Webinare, Veranstaltungen verschiedener Anbieter mit dem Schwerpunkt Ehrenamt und Leitung, Gesellschaftliche Verantwortung

Evangelische Akademie Sachsen               
https://ea-sachsen.de/veranstaltungen/

  • Veranstaltungen online und in Präsenz zu aktuellen Zeitfragen
  • Referenten, die Ihre Expertise auch bei Ihren Veranstaltungen einbringen können

TPI Moritzburg               
https://tpi-moritzburg.de/

  • Angebote und Materialien für den Bereich Schule und Bildung, Gemeindepädagogik,

 

 

Landesjugendpfarramt    
www.evjusa.de

  • u.a. Fachbereich politische Jugendbildung
  • Angebote zur Stärkung von Kompetenzen im Bereich der Jugendarbeit (z.B. Juleica)

Ev. Männerarbeit
https://maennerarbeit-sachsen.de/

Ev. Frauenarbeit              
https://www.frauenarbeit-sachsen.de/

Pastoralkolleg  
https://pastoralkolleg-meissen.de/das-pastoralkolleg/

  • bietet thematische und kompetenzorientierte Kollegs und organisiert und begleitet Tagungen mit der Zielgruppe Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Prädikantinnen und Prädikanten

AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus Sachsen
https://www.kirche-fuer-demokratie.de/

Diakonie Sachsen
– hier https://www.diakonie-sachsen.de/projekte_demokratie_gewinnt_de.html

  • Angebote für Mitarbeitenden der Diakonie z.B. auch in Fragen der Demokratiebildung

Beispiel für Formate

„Wenn wir nicht mehr respektvoll miteinander reden, geht viel verloren. …Wertschätzung und Kritik müssen sich da nicht im Wege stehe. Sondern wenn sie zusammenfinden werden Barrieren abgebaut“
(Pfr. Sebastian Kreß, KG Sebnitz-Hohenstein zu einer Reihe von Gesprächsabenden zu aktuellen Themen. Quelle SZ vom 28.6.2022)

In Kirchgemeinden und Kirchenbezirken wurden in den vergangenen Monaten unterschiedlichste Gesprächsformate, Bürgerdialoge etc. zu aktuellen kontroversen Themen angeboten, so z.B. in der Kirchgemeinde Sebnitz, im Kirchenbezirk Freiberg, Kirchgemeinde Dresden-Leuben, Kirchgemeinde Weinböhle, Kirchgemeinden in Zwönitz, Bautzen oder in Plauen. Erfahrungen lassen sich bei den Gemeinden und Mitarbeitenden dort anfragen.

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